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Es werden Posts vom Oktober, 2018 angezeigt.

Köln: Rassistischer Angriff auf Türkin Hacer Uğurlu

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Hacer Uğurlu (41), Mutter von drei Kindern, wurde vergangenen Donnerstag in einer Kölner Straßenbahn von einem Unbekannten geschlagen, als sie auf dem Weg zur Arbeit war. Erst fluchte er und schlug dann zu. Niemand eilte ihr zur Hilfe. Der Gewalttäter flüchtete, als die Straßenbahn stehenblieb. Worauf haben die anderen Fahrgäste gewartet? Bis sie leblos am Boden liegt? Ein paar Kerzen anzünden und die Sache ist vergessen, nicht wahr? Da dieser rassistische Angriff nicht in der Türkei passierte, schaffte er es nicht einmal in die Lokalnachrichten. Nur der türkische Generalkonsul Ceyhun Erciyes besuchte sie. Uğurlu sagt, sie fühle sich nicht mehr sicher in Deutschland. Sie bat den Straßenbahnfahrer darum, die Aufnahmen zu kontrollieren, um den Angreifer ausfindig zu machen. Doch seine Antwort schockierte sie: "Wenn die Kameras funktionieren." Sie befürchtet, dass dieser Fall vertuscht wird.
Klar. Keine Kameras, keine Zeugen, keine Gewalttat!
UNT

Türkei: Istanbul Airport eröffnet

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Das am Montag eröffnete Istanbul Airport wird das neue Drehkreuz Europas werden und Ende des Jahres vollständig in Betrieb genommen. In der ersten Etappe rechnet man mit 90 Mio., später mit bis zu 200 Mio. Passagieren jährlich. Experten prophezeien dem Frankfurter Flughafen einen Exodus.
Ein schönes Detail sind vor allem die Halbmonde, die durch das Sonnenlicht aus der teils gläsernen Decke durchscheinen. Warum 571? Im Jahr 571 wurde unser Prophet Muhammed (s.a.v.) geboren.
Am 29. Dezember beginnt die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines dann den Umzug vom Atatürk-Airport zum neuen Flughafen am Schwarzen Meer. Der Umzug soll nach Angaben der Airline 45 Stunden dauern.
UNT

Türkei: ISTANBUL AIRPORT

So heißt der neue Mega-Flughafen in Istanbul, der am Montag teileröffnet wurde. Bauzeit: 42 Monate. Ende des Jahres wird er vollständig in Betrieb genommen. Bis zu 200 Mio. Passagiere werden jährlich den Flughafen nutzen, wenn er fertig ist. Der Flughafen soll in der letzten Ausbaustufe der größte der Welt werden.

Khashoggi: Saudis sprechen nach türkischem Druck von "vorsätzlicher Tötung"

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Am Anfang hieß es von saudischer Seite, Khashoggi hätte nach einem Faustkampf mit 15 Personen im Konsulat sein Leben verloren. Am Donnerstag hat nun die saudische Generalstaatsanwaltschaft von "vorsätzlicher Tötung" gesprochen, nachdem türkische Ermittler bestimmte Informationen mit ihnen geteilt und mit Leaks an internationale Medien Druck auf das saudische Königshaus ausgeübt haben. Außerdem berichtet 'The Washington Post', dass der CIA-Direktorin Gina Haspel während ihres Türkei-Besuchs Audioaufnahmen vom Tod Khashoggis vorgespielt wurden. Das war vor den Aussagen der saudischen Staatsanwaltschaft. Was schrieben einige deutsche Journalisten, die weniger an der Aufklärung des Mordes interessiert waren? "Man muss an der Authentizität der türkischen Quellen zweifeln."
UNT
Turgay Adalet

Khashoggi: Waffenlieferanten von Saudi-Arabien

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Die künstliche Aufregung im Westen über die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien soll im Fall Khashoggi nur die Gemüter beruhigen und das Gewissen reinwaschen. Seit 2015 bombardiert Saudi-Arabien mit seinen Verbündeten Jemen und seitdem sind mehr 10.000 Zivilisten getötet worden. Trotzdem haben die loyalen Waffenlieferanten nicht aufgehört, das saudische Königshaus bei seinen Massakern in Jemen zu unterstützen. Der Tenor in der deutschen Presse ist mehr als unmoralisch. Ob Erdogan vom Fall Khashoggi politisch profitiert, sei mal dahingestellt. Zumal die türkischen Ermittler mehr als die westlichen Demokratiewächter machen. Diese und andere Staaten sind die Mittäter Saudi-Arabiens in Jemen, auch wenn das einigen nicht gefallen wird. Erdogan "profitiert" noch lange nicht so viel wie diese Staaten, die den Schutz der Menschenrechte propagieren, aber fleißig Waffen an Kriegstreiber liefern.
UNT Turgay Adalet

Erdoğans Khashoggi-Rede stellt bin Salman vor schwierige Fragen

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Recep Tayyip Erdoğan hatte seine Rede im türkischen Parlament als den Moment bezeichnet, in dem die "nackte Wahrheit" über den Tod von Jamal Khashoggi kommen würde. Stattdessen bleiben die Umstände teilweise bekleidet. Der türkische Präsident bot wenig Details über die Untersuchung des Todes des Journalisten der Washington Post und des saudischen Regimekritikers, und Auszüge aus einem vieldiskutierten Bericht über den Moment des Tötens blieben am Dienstag geheim. Es scheint, dass die Türkei angesichts des diplomatischen Protokolls und des angeblich souveränen Immungebietes einer nationalen Botschaft nervös ist, direkt auf irgendwelche Beweise zu verweisen, die beim illegalen Abhören des saudischen Konsulats in Istanbul, wo Khoshaggi zuletzt am 2. Oktober gesehen wurde, gesammelt wurden . Jamal Khashoggis Tod: eine saudische Version der Ereignisse Beweise wurden stattdessen durch eine Reihe von Lecks an regierungsfreundliche Medien verteilt, einschließlich der jüngsten Behauptung

Erdogan über Khashoggi: "Das war ein barbarisches Mordkomplott"

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Der türkische Präsident Erdogan hat in seiner heutigen Rede zur Ermordung Khashoggis neben zwei neuen Informationen Folgendes gemacht: Er hat die von türkischen Beamten an die westliche Presse zugespielten Informationen bestätigt. Das ist der Knackpunkt. Er fügte hinzu: "Der Mord war in allen Details geplant." Neu sind: Vor Khashoggis Besuch verließ ein Diplomat im saudischen Konsulat die Türkei und reiste nach Saudi-Arabien. Sie entfernten die Festplatte des Sicherheitssystems.

Erdogan weiter: "Wenn diese Fragen nicht beantwortet werden, wird der Fall nicht abgeschlossen werden: Wer ist der Auftraggeber (Anspielung auf Salman) der 15 Personen aus Saudi-Arabien? Wer ist der Komplize, der die Leiche weggeschafft haben soll? Wo ist die Leiche? Die Mittäter aus anderen Ländern müssen bei den Ermittlungen berücksichtigt werden. Wir werden dafür sorgen, dass in diesem Fall nationales und internationales Recht umgesetzt wird. Mein Appell richtet sich an den saudischen König un…

Causo Khashoggi - Türkei leistet große Arbeit

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Während die US-Medien, allen voran The Washington Post und New York Times, die Türkei für ihre Ermittlungen und die zugespielten Informationen loben, schreiben gewisse deutsche Journalisten wie Michael Thumann in der 'Zeit': "Allein auf die türkischen Untersuchungen ist kein Verlass." Dieser Satz entsetzt uns. Ohne Ankara wäre der Fall Khashoggi von Saudi-Arabien totgeschwiegen worden und der Westen hätte keinen großen Druck ausüben können, was er ohnehin schon nicht tut.
Seit Erdogans Amtsantritt 2002 habe ich noch nie so koordinierte, raffinierte und mehr oder weniger präzise Mediennachrichten und Leaks gesehen. Erst die zugespielten Informationen von türkischen Quellen haben die Aufmerksamkeit auf diesen Fall konzentriert und das globale Interesse wachgehalten. Die Türkei versucht, sowohl den Saudis als auch den Amerikanern und Europäern eine Lektion zu erteilen. Bisher mit großem Erfolg! Könnte Khashoggi das sehen, wäre er stolz darauf. Erdogans Sprecher Ibrahim Ka…

Wird der Westen Khashoggis Vermächtnis schützen?

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Im letzten Beitrag haben wir geschrieben, dass Saudi-Arabien die Tötung (eher Auftragsmord) von Khashoggi eingeräumt hat. Natürlich in einem Faustkampf mit 15 Männern, obwohl der Journalist ein Mann der starken Worte war! Doch nun stellen wir uns schon seit mehr als zwei Wochen die Frage, wie der Westen darauf reagieren wird. Wird die internationale Gemeinschaft konsequente Schritte einleiten wie im Fall Skripal gegen Russland? Werden gewisse Staaten, allen voran Deutschland und die USA, die Saudi-Arabiens brutalen Krieg in Jemen indirekt unterstützen, die Waffenlieferungen stoppen? Werden Sanktionen folgen?

Selbst wenn die türkischen Ermittler den Leichnam von Khashoggi finden werden: Der Westen wird seinen engsten Verbündeten in der Region, Saudi-Arabien, nicht verärgern und schon gar nicht sanktionieren, weil er den Iran als größere Bedrohung ansieht. Dabei sind beide Regime für Kriege und Krisen verantwortlich und verfolgen weltweit mit allen Mitteln Oppositionelle und Dissidenten.

Saudi-Arabien bestätigt Khashoggis Tod

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Nachdem der Journalist Jamal Khashoggi das saudische Konsulat am 2. Oktober nicht verlassen hat, wurden nach einigen Tagen Journalisten ins Konsulat eingeladen, um zu demonstrieren, dass Khashoggi nicht dort sei. Man bestritt jegliche Beteiligung an seinem Verschwinden. Dann hat die saudische Presse das Gerücht verbreitet, Khashoggis Verlobte wäre eine türkische Agentin - Fake News. Zuletzt sei er bei einem außer Kontrolle geratenen Verhör gestorben.
In einer hanebüchenen Erklärung wird nun der Tod von Khashoggi bestätigt. Er sei bei einem tödlichen Streit mit anderen Besuchern ums Leben gekommen - von der Leiche keine Spur. Kommt halt mal vor, wenn man die 15 zieht. Dann kommen 15 Killerkommandos und ein Forensiker, foltern und zerhacken einen. Hätte er die 14 oder 16 gezogen, wäre nichts passiert! Faustkampf im Familienstreit! Klingt plausibel! 
Sicher ist auch: Hätte die Türkei die Ermittlungen nicht ausgeweitet und der westlichen Presse keine Informationen zugespielt, hätte Saudi-Ar…

Alija Izetbegovic

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Heute vor 15 Jahren ist der bosnische Präsident, Jurist, Denker und Autor Alija Izetbegovic gestorben. Doch seine Ideen, Worte und Werke leben weiter. In schwierigen Zeiten seines Volkes, das vor den Augen Europas in Srebrenica massakriert wurde, bewies er Menschlichkeit, Standhaftigkeit und Kontrolle über sein Heer. Die Türkei wird immer an der Seite des bosnischen Volkes stehen. Bosnien und die Türkei sind bis heute auf vielen Ebenen miteinander verbunden: Geschichte, Wirtschaft und Kultur. Eine seiner Botschaften lautet: "Niemand sollte hinter Rache her sein, sondern nur die Gerechtigkeit suchen. Denn Rache öffnet die Tür von Schlechtigkeiten, die kein Ende haben. Vergesst die Vergangenheit nicht, aber lebt auch nicht damit."
Möge Alija, der 'weise König', in Frieden ruhen.

UNT Turgay Adalet

Saudi-Arabien: Khashoggi und das laute Schweigen des Westens

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Vor mehr als zwei Wochen wurde der saudische Journalist Jamal Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul gefoltert, vergiftet und in 7 Minuten zerstückelt. Schaut man sich die Reaktion im Westen an, war es wohl sein Pech, in einer Botschaft eines erdölreichen Landes ermordet worden zu sein. Dass nun viele internationale Wirtschaftsbosse die Wirtschaftskonferenz in Riad meiden werden, beweist noch lange kein Rückgrat ihrer jeweiligen Länder. Es gibt tatsächlich Journalisten, die Zweifel an der Authentizität der türkischen Darstellung haben. Selbst bei diesem Thema vermuten sie, der türkische Präsident Erdogan würde Profit daraus schlagen, um sein Image aufzubessern. Es ist wichtig, dass dieser Mord lückenlos aufgeklärt wird, aber ihr Problem ist wohl, dass es türkische Ermittler tun könnten. Anscheinend haben die selbsternannten Demokratiewächter kein großes Interesse an einer Aufklärung.
Obwohl Saudi-Arabien einen brutalen Krieg in Jemen führt und die Zivilbevölkerung massiv daru…

Causa Khashoggi: Aufnahmen belegen Ermordung

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CNN und Al Jazeera berufen sich auf türkische Quellen, die Aufnahmen haben, in der Khashoggi in 7 Minuten ermordet wird. Khashoggi wurde geschlagen und injiziert, bevor er getötet und sein Körper in Teile zerlegt wurde. Und das alles in der Gegenwart des saudischen Botschafters Mohammed Ubeyti, der heute nach Saudi-Arabien geflohen ist.
Seit gut zwei Wochen wird über die Ermordung des saudischen Journalisten Khashoggi, der übrigens der frühere Medienberater des damaligen saudischen Geheimdienstchefs Turki bin Faisal war, berichtet. Es geht nicht nur um seine journalistische Tätigkeit. Er wusste wohl mehr, als er wissen durfte. Seine Sympathie zu den Muslimbrüdern, seine Kritik am Jemen-Krieg der Saudis und die Nähe zu Katar machen ihn zu einem der größten Feinde Saudi-Arabiens. Er war für sie ein gefährlicher Mann, der wohl auch über Insiderwissen zu den Terroranschlägen vom 9/11 verfügte. Obama ließ schließlich 28 Seiten des 9/11-Berichts zensieren. Doch mehr dazu in einem gesondert…