Deutschland: Importierter Antisemitismus?


Die berechtigten Proteste gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung werden durch Verbrennung von Israel-Flaggen und undifferenzierte Parolen überschattet, die der israelischen Regierung in die Hände spielen. Solche Aktionen sind kontraproduktiv und schaden nur dem Image der Muslime und vor allem dem Widerstand der Palästinenser. Die Meldungen über getötete Palästinenser rücken in den Hintergrund bis an den Rand der Bedeutungslosigkeit. Manche Politiker sprechen von importiertem Antisemitismus, als ob Europa kein Ort des Judenhasses und der Judenverfolgung war, bevor die Muslime das Kontinent "überschwemmten". Einige gehen sogar so weit, über Kritik am Antisemitismus ihren tiefen Hass gegen Muslime zu verkünden. Man hat den Anschein, dass sich ihr Kampf nicht gegen Antisemitismus richtet, sondern das Ziel verfolgen, Kritik an der israelischen Führung zu unterbinden.
Die Mehrheit der Muslime in Deutschland als radikale Judenhasser abzustempeln, stimmt nicht mit den Zahlen der antisemitischen Straftaten überein. Nach den Angaben des Bundesinnenministeriums wurden 632 der 681 antisemitischen Delikte im Jahr 2017 von Rechtsextremisten begangen (93%). 
Die Juden waren im "mittelalterlichen" Osmanischen Reich und später in der Türkei sicherer aufgehoben als im "aufgeklärten" Europa.

Mein Herz lächelt bei diesem Bild. Ein jüdischer und ein palästinensischer Junge als Symbol der Freundschaft. Er ist unser Vorbild: Eines Tages kam ein Leichenzug am Propheten Muhammed (s.a.v) vorbei und voller Respekt stand er auf. Die Gefährten wiesen ihn darauf hin, dass es sich um die Beerdigung eines jüdischen Mannes handle, woraufhin der Gesandte Allahs (s.a.v) entgegnete: „Ist er nicht auch ein Mensch?“

Wir sind keine Menschenhasser. Für Hass gegen Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften ist bei uns kein Platz.

UNT
Turgay Adalet

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