Türkei: Entschädigung für Familie Okkir


Im Juni 2007 wurde der türkische Unternehmer Kuddusi Okkir mit fingierten Beweismitteln im Ergenekon-Prozess verhaftet. Wie viele andere Unternehmer auch war er der Gülen-Sekte im Staat ein Dorn im Auge und musste beseitigt werden. Sie beschuldigten ihn, die Geldkasse der erfundenen Untergrundorganisation "Ergenekon" zu sein. Obwohl er während der Haft an Krebs litt, wurde Okkir nur fünf Tage vor seinem Tod am 6. Juli 2008 aus der Haft entlassen.

Nun hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das türkische Justizministerium zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 95.000 Euro verurteilt. Gerechtigkeit ist das nicht, während viele Verantwortliche ihre Freiheit genießen. Der dafür verantwortliche Staatsanwalt Zekeriya Öz genießt übrigens in Deutschland Asyl.

UNT

Turgay Adalet

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