Türkei: Kontrollierter Putsch? Militärstaatsanwalt warnt!


Hin und wieder hört man von der Oppositionspartei CHP, der Putschversuch vom 15. Juli 2016 sei ein "kontrollierter Putsch" gewesen. Der ehemalige Militärstaatsanwalt Zeki Ücok, der sowohl Unterstützer der Opposition als auch Opfer der Gülen-Sekte ist, widerspricht dem vehement.

"Vor dem Putschversuch waren die Gülenisten die stärkste Gruppe innerhalb der Armee. Es gibt nur wenige Militärs, die Erdogan mögen. Wenn man einen "kontrollierten Putsch" kontrollieren möchte, braucht man eine stärkere Kraft als diese. In der Armee gab es keine stärkere Kraft als die Gülenisten. Man wirft dem Präsidenten vor, er hätte es geplant. Doch die Armee ist die Institution, auf die der Präsident wenig Einfluss hat. Solche Vorwürfe nützen nur Fethullah Gülen."

Ahmet Zeki Ücok nahm mit dem regierungskritischen Journalisten Nedim Sener in den USA an Podiumsdiskussionen teil, um die Amerikaner über die kriminelle Gülen-Sekte aufzuklären. Doch anscheinend ist das Interesse der westlichen Medien an den Opfern der Gülen-Sekte nicht groß. Dabei hatten auch die westlichen Journalisten die mit fingierten Beweismitteln begonnenen Ergenekon-Prozesse gegen die Kemalisten im Militär medial unterstützt.

UNT

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