Katar: Eskalation am Golf


Arabische Staaten, die sich nicht gegen die separatistischen Pläne des Westens in der islamischen Welt verbünden können, bauen eine Mauer um den reichen Golfstaat Katar. Die fehlende Einigkeit ist aber nichts Neues zwischen diesen Staaten und hat nicht erst mit der westlichen Invasion angefangen. Es geht Saudi-Arabien primär um die Hegemonie in der Region und nicht darum, den Terrorismus zu bekämpfen. Außerdem ist Katars Kurs gegenüber die Islamischen Republik Iran nicht hart genug. In Saudi-Arabien unterstützt man begeistert den Versuch Trumps, eine neue Front gegen den Iran zu schmieden. Die traditionelle Rivalität zwischen der sunnitischen und der schiitischen Führungsmacht eskaliert deshalb. Die Saudis und die Vereinigten Arabischen Emirate fühlen sich scheinbar durch die US-Regierung ermutigt. Hinzu kommt, dass Trump im März in einer Rede gesagt hat, dass die Golfstaaten ihre "Schulden" an die USA zahlen müssen. Doch die Führung in Katar machte deutlich, dass sie nicht der Lage dazu sei. Man möchte mit allen Mitteln Katar auf Linie bringen.

Die Türkei sollte in diesem Konflikt lediglich als Vermittler fungieren, da sie sowohl zu Saudi-Arabien als auch zu Katar gute Beziehungen pflegt.


Turgay Adalet


UNT

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