Türkei: Soma - 13. Mai 2014


Heute vor 3 Jahren starben bei einem Minenunglück in Manisa 301 Arbeiter, Väter, Söhne. Über 430 Kinder leben seitdem ohne ihre Väter. Die für dieses Unglück, nennen wir es richtigerweise Mord, verantwortlichen Minenbetreiber sitzen zwar in Haft, doch ein rechtskräftiges Urteil liegt bis heute nicht vor. Sicherheitsmängel wurden mit gefälschten Protokollen gedeckt und die Beschwerden der Arbeiter bewusst ignoriert. Wer nicht arbeiten wollte, wurde ohne Entschädigung gekündigt.

Auch wenn die Familien vom Staat entschädigt wurden, wird keine finanzielle Unterstützung den Vater ersetzen können, der jeden Abend oder Morgen Brot mit nach Hause brachte. Ihre Hände waren meist pechschwarz, doch das Brot war ehrlich verdient. An den Händen der Minenbetreiber jedoch klebt das Blut von 301 Menschen.

Turgay Adalet

UNT

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