Türkei: Gülen-Sekte im Polizeiapparat


Nach der Auswertung des digitalen Archivs der Gülen-Sekte im Polizeiapparat wurde festgestellt, dass 273.000 Polizisten durch hochrangige Gülenisten in vier Gruppen unterteilt wurden. Obwohl zahlreiche objektive Artikel in der Medienlandschaft über diese Sekte verfasst wurden, entsteht der Eindruck, als ob die Mehrheit der Leser die Gülen-Sekte als Opfer ansieht, nur weil sie zu Recht aus den Staatsorganen entfernt werden. Sicherlich trägt auch die türkische Regierungspartei AKP Mitschuld am Erstarken dieser Sekte, die in den Ergenekon- und Balyoz-Prozessen durch fingierte Beweise viele Leben zerstört hat.
Der eigentliche Bruch kam aber nicht erst Ende 2013, wie immer angenommen wird, sondern Anfang 2012, als die Sekte auch den türkischen Geheimdienst übernehmen wollte. Der MIT-Chef Hakan Fidan stand im Weg und musste verhaftet werden. Erdogan ließ das nicht zu.

Anhand dieses Archivs wurden in den letzten Tagen 9103 Polizisten suspendiert und über 1000 Polizisten verhaftet. So viel zur Frage, wie schnell man die Gülenisten ausfindig machen konnte. 9 Monate nach dem Putschversuch wurde es allerhöchste Zeit. Viele Europäer können das nicht nachvollziehen, weil keine ähnliche Sekte in Europa die Staatsorgane infiltriert, in einer Nacht 250 Menschen ermordet und das Parlament bombardiert hat.


UNT

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