Syrien: Über den Krieg nachdenken!


Wir erleben den grauenvollsten Krieg unserer Zeit. Weniger spektakulär als der Zweite Weltkrieg ist er nicht. Bisher hat der Krieg 600.000 zivile Opfer und 5 Millionen Flüchtlinge gefordert. Knapp 67 % der übrigen Bevölkerung Leben von weniger als 1,25 USD pro Tag.

Ganze Städte sind in Schutt und Asche. Die Weltgemeinschaft scheitert, die Krise betrifft nunmehr die ganze Welt. Ein Schauplatz des Schreckens ereignet sich Tag für Tag seit knapp 6 Jahren an der Grenze zur Türkei in Syrien. Im Irak sieht es nicht besser aus. Seit der Intervention der USA hat sich nichts gebessert. Jeden Tag sprengen sich Selbstmordattentäter in die Luft. Kinder, Frauen und Alte bleiben nicht verschont.

Es kann jeden treffen. Ein Elend bestehend aus Hoffnungslosigkeit und wertlosem Leben. Der Tod streift durch jede so enge Gasse, nimmt sehr viel mit und hinterlässt nur Ruinen. Es sieht ganz danach aus, als ob es kein Ende hätte. So wie als würde irgendjemand hinter verschlossenen Räumen nicht wollen, dass der Krieg ein Ende nimmt.

Frieden benötigt Mitgefühl, Verstand und Herz. Frieden kostet viel, sehr viel Geld. Der Krieg jedoch schafft die Basis für unzählige, unendliche, dreckige Geschäfte. Sie sitzen alle mit im Boot. Human verhält sich keiner. Insbesondere die exponentiell steigende Kurve der weltweiten Waffenexportstatistiken ist der Beweis für das Anhalten dieses Schreckens. Stellvertreterkriege eines bisher nicht vorhandenen Ausmaßes.

Aber was geschieht jetzt?

Ist das die Mission TRUMPs? Soll jetzt in Syrien einmarschiert werden und der totale Krieg ausbrechen? Die USA und ihre Verbündeten auf der einen Seite, die Russen, das Regime Assad und der Iran auf der gegenüberliegenden Seite? Der totale Krieg? Soll der Armageddon herbeigeeilt werden?

Und dann kommt der M. Lüders daher und behauptet, die Türkei hatte Giftgase an die Rebellen geliefert und sei nun Schuld an dem Angriff in Idlib. Abscheulich.

Eine Welt überfüllt mit Experten, eine Welt überfüllt mit mächtigen Politikern und Zeitungen, eine Welt voller Lügner und Heuchler. Dennoch kann niemand etwas verändern.

Sollten wir Befürchtungen haben? Nein, schlimmer kann es nicht mehr werden.

Cihad Ebrar - UNT

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