London: Terror lebt von der Wortwahl



Mir persönlich fällt Folgendes auf:

Nach jedem Anschlag der Terrororganisation PKK in der Türkei vermeiden 99% der Türken die Bezeichnung "kurdischer Terror", weil sie wissen, dass die absolute Mehrheit der Kurden nicht hinter diesen Terroristen steht. Außerdem gibt es in der Türkei viele Mischehen zwischen Kurden und Türken und kurdisch-türkische Freundschaften, weshalb wir auch an ihre Gefühle denken. Wir kriminalisieren niemals das kurdische Volk, der türkische Staat auch nicht, obwohl immer das Gegenteil behauptet wird. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat heute die Unternehmerinnen dazu aufgerufen, noch mehr in den Südosten zu investieren und ihnen Sicherheit zugesprochen.

Leider müssen wir feststellen, dass nach jedem Terroranschlag in Europa der Islam attackiert und die Muslime immer weiter kriminalisiert werden. Zwar nicht direkt vom Staat, aber von Teilen der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft. Selbst Humanisten sprechen vom "islamistischen Terror" und ignorieren dabei die Gefühle von Millionen Muslimen, die nichts mit diesen Terroristen am Hut haben und sie schärfer verurteilen, weil sie zum einen Unschuldige töten, zum anderen den Islam instrumentalisieren und beschmutzen.

Turgay Adalet

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