Annäherung zwischen Türkei und Israel


Die Normalisierungsgespräche zwischen der Türkei und Israel sollen am 26. Juni mit einem Abkommen abgeschlossen werden. Im März 2013 kam aus Israel die von der Türkei geforderte offizielle Entschuldigung. Laut Medienberichten will Israel 20 Millionen Dollar als Entschädigung zahlen.
Die dritte Bedingung, Lockerung der Gaza-Blockade, machte den beiden Ländern in den letzten Monaten weitaus mehr Schwierigkeiten.

Bei den Gesprächen über die Aufhebung oder Lockerung der Gaza-Blockade ist der Aufbau der Region die wichtigste Angelegenheit. Doch aufgrund der Einschränkungen durch Israel war das bisher nicht möglich.
Die Türkei wollte für den Aufbau unbegrenzt Zement liefern. Israel hingegen wollte dies mit Einschränkungen nur unter Beobachtung der eigenen Sicherheitskräfte und der UN zulassen.
Dieser Forderung hat sich Israel lange entgegengestellt. Nach monatelangen Verhandlungen hat man sich auf bestimmte Mengen Zement und der kontrollierten Lieferung geeinigt. Unter diesen Bedingungen darf die Türkei zum Aufbau in Gaza aktiv beitragen.
Laut des zu unterzeichnenden Abkommens darf die Türkei Elektrokraftwerke und eine Meerwasser-Entsalzungsanlage für Gaza bauen. Für die Lieferungen von Nahrungs- und Arzneimitteln wird es keine Beschränkungen geben.
Dies haben sowohl der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Mittwoch als auch israelische Vertreter bestätigt.

Israel sieht Zement als „Waffe“ an, die die Hamas beim Tunnelbau gegen sie einsetzt.
Nach einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen wurden im Jahr 2014 12.000 Häuser vollständig zerstört, 160.000 Häuser teilweise beschädigt, davon 6.600 unbewohnbar. Außerdem benötigen die Menschen in Gaza viele Krankenhäuser und Schulen.

Turgay Adalet

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