TRT - Propaganda für Selbstmordanschläge?


Im türkischen Staatssender TRT wird ein syrisches Flüchtlingsmädchen interviewt, dessen Vater vor ihren Augen von Assads Soldaten ermordet wurde:

TRT: Was denkst du über diejenigen, die deinen Vater ermordet haben?
Sie: Sie sind Mörder
TRT: Was würdest mit den Kindern der Mörder machen?
Sie: Nichts. Sie haben keine Schuld. Nicht sie, sondern Baschar (Assad) hat uns getötet.
TRT: Würdest du den Mördern deines Vaters verzeihen?
Sie: Nein.
TRT: Warum?
Sie: Weil sie meinen Vater ermordet haben. Sie haben seinen Finger abgeschnitten, damit er das Glaubensbekenntnis nicht aussprechen kann.
TRT: Was hast du an deinem Vater besonders vermisst?
Sie: Ich würde ihn umarmen.
TRT: Wovon hast du zuletzt geträumt?
Sie: Ich habe meinen Vater in weißem Gewand im Himmel gesehen.
TRT: Was würdest du machen, wenn du kämpfen müsstest?
Sie: Mich an einem Kontrollpunkt in die Luft sprengen.
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Zunächst einmal muss man festhalten, dass solche Fragen nicht an Kinder gestellt werden dürfen.
Wir wissen nicht, was wir machen würden, wenn unsere Väter vor unseren Augen ermordet werden. Aber das Mädchen muss sich mit Wissen an ihren Feinden rächen und nicht, indem sie sich in die Luft sprengt. Sie scheint ein kluges Mädchen zu sein. Mit der Zeit wird sie es sicherlich lernen.

Aber was sagt man zu Journalisten, die jeden Tag die Terrororganisation PKK in den Medien verherrlichen und damit weitere potentielle „Kämpfer“ ermutigen, sich ihnen anzuschließen?
Die Selbstmordattentäterin von Ankara wurde schnell vergessen, obwohl sie für die PKK 37 unschuldige Menschen in den Tod gerissen hat.

Bevor man dem Staatssender TRT Propaganda für Selbstmordanschläge unterstellt, sollte man sich die eigenen Artikel über die PKK durchlesen und die Reportagen über sie anschauen. Diese Verherrlichung kann keiner toppen!

Turgay Adalet - 28.03.2016

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