Gülen-Sekte: Freiheit und Demokratie?



Nach dem Einsatz der türkischen Polizei vor der Redaktion der ehemals gülenistischen Zeitung Zaman geht ein Foto durch die Medien. Eine junge Frau, die sich am Kopf verletzt hat und deshalb ihr halbes Gesicht mit Blut überströmt ist. Diese Frau ist aufgrund der herrschenden Panikstimmung beim Laufen gestolpert und hat sich unglücklicherweise verletzt. Traurig, dass sie darunter leiden müssen, während die hohen Funktionäre gemütlich im Ausland sitzen. So viel dazu.

Es ist schon merkwürdig, dass gerade die Gülenisten, die während des postmodernen Putsches vor 19 Jahren nicht auf die Straßen gingen, weil ihr Prediger Fethullah Gülen dagegen war, aber heute für Bank Asya und Zaman protestieren.
Die Studentinnen mit Kopftuch hatten damals für ihr Bildungsrecht friedlich demonstriert und trotzdem wurden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt.
Wo war dann der Aufschrei der westlichen Medien?
Von wegen "Pressefreiheit". Freiheit und Demokratie sind für diese Sekte nur Instrumente für die Erlangung und Bewahrung von mehr Macht und Einfluss.

Deshalb ist es absurd, die Verhältnisse von damals mit dem heutigen Zustand der Gülen-Sekte zu vergleichen, die von Tag zu Tag immer mehr an Macht verliert. 
Für die Finanzquellen jammern, aber zu den damaligen Protesten für das Bildungsrecht schweigen. Aufgrund dieser Haltung kann man sie nur als Sekte bezeichnen. 

Turgay Adalet - 06.03.2016

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