Dekret für Freitagsgebet



Diese Verordnung gefällt vor allem denen nicht, die es nicht betrifft.
Linke "Intellektuelle" wie Enver Aysever fordern ihre Befürworter auf, sich gegen diese Verordnung zu widersetzen.
Verstehen wir das also richtig?
Er verlangt das von einem Klientel, das mehrheitlich sowieso nicht das Freitagsgebet verrichtet.


Wer sich nicht angesprochen fühlt, muss nicht am Freitagsgebet teilnehmen, bevor die käuflichen Türkei-Korrespondenten wieder eine Lüge in die Medienwelt setzen und den nicht hinterfragenden Lesern die "Islamisierung" der türkischen Gesellschaft prophezeien.
Sie erwarten in jeder Hinsicht Toleranz, aber tolerieren solche Verordnungen für Muslime nicht.


Das erinnert mich an eine versuchte Verordnung des im Jahr 2011 verstorbenen Vorsitzenden der Wohlfahrtspartei und des damaligen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan.
Damals wollte das Kabinett unter Erbakan die Arbeitszeiten der Beamten an den Fastenbruch im Fastenmonat Ramadan anpassen.
Doch ein Beamter im Gericht Bartin hatte Beschwerde beim Staatsrat (türkisch: Danıştay) eingelegt und die Verordnung wurde gestoppt.


Ihre Reaktionen sind dermaßen übertrieben, dass der Außenstehende den Eindruck gewinnt, als ob das laizistische System bedroht wird.



Turgay Adalet - 06.01.2016

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