Jesidischer Gouverneur fordert Abzug der PKK



Die Terrororganisation PKK ist selbst unter den Jesiden im Irak unerwünscht. Die Terroristen wurden von bestimmten Kreisen und Medien zu Helden stilisiert, weil sie angeblich die Jesiden vor dem sicheren Tod bewahrt hätten. Tatsache ist, dass vor allem die Peschmerga (KDP) und die Luftangriffe der von den USA geführten Koalition dazu beigetragen haben, Sindschar aus den Händen der Terrormiliz IS zu befreien.
Der jesidische Gouverneur Mahma Halil Kasim hat auch betont, dass die Peschmerga über die Türkei nach Kobane reisen und dort gegen den IS kämpfen konnte.
Zwar hätte die PKK auch teilweise zum Sieg beigetragen, aber es sei für sie an der Zeit, Sindschar zu verlassen.
Warum wohl?
Wenn nicht einmal die Jesiden diese Terrororganisation länger dulden können, warum sollte es die Türkei tun?

Die irakische Stadt Sindschar in der Provinz Ninawa wurde im August 2014 von der Terrormiliz IS erobert und nach 15 Monaten von der Peschmerga befreit.
Dennoch sind 50.000 Jesiden immer noch auf der Flucht und leben in Flüchtlingslagern.
Nicht in den Bergen, wo die Terrororganisation PKK ihr Unheil treibt, sondern unter anderem in der Türkei, wo über 20.000 jesidische Flüchtlinge Schutz finden.

Turgay Adalet - 14.12.2015

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