Die anatolischen Ochsen gegen die Engländer!



Die „anatolischen Ochsen“ gegen die Engländer!

„Es darf nicht zugelassen werden, dass nicht ganz verwestlichte, bedürftige Muslime ihr eigenes Land regieren dürfen.“
Wer hat das geschrieben?
Richtig, ‚The Guardian‘.

Die Oppositionsführer in der Türkei möchten nicht die AKP stürzen, um an die Regierung zu kommen, sondern um eine Marionettenregierung auf britischer Linie installieren zu können (wie damals).

Man merkt es schon an den Journalisten, die sich bei den westlichen Medien über die angeblich eingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit beschweren, aber intern zensieren sie selbst Kritiker oder kündigen sie.

So wie die Engländer damals dafür sorgten, dass die Araber gegen das Osmanische Reich rebellierten, unterstützen sie heute die PKK-nahe Partei HDP, um die Realisierung der Ziele der Regierungspartei zu blockieren. Die Wahlen in der Türkei verfolgen sie intensiver als ihre eigenen Wahlen.

Viele verstehen leider nicht, dass es hier nicht nur um die Regierung geht, sondern primär um die Türkei. Auch die englischen Kollaborateure im Osmanischen Reich verfolgten eher persönliche Interessen wie die heutigen Oppositionspolitiker und hatten ein Problem mit Sultan Abdülhamid. Doch gerade diese Machtgier machte sie so blind, dass sie die eigentlichen Pläne des englischen Königreichs nicht durchschauen konnten.

Eine kurze Zusammenfassung der Artikel von New York Times über Sultan Abdülhamid:
„Sultan Abdülhamid hat im Schatten der Verschwörer und Agenten den Respekt seines Volkes verloren.“ (19.12.1886)
„Das Attentat auf Sultan Abdülhamid hat für große Aufregung gesorgt.“ (15.03.1892)
„In den vergangenen 20 Jahren seiner Regierungszeit sieht man, dass er das christliche Volk als Feind ansieht.“ (03.11.1895)
„Auf Befehl Abdülhamits haben kurdische Kavalleristen Christen in Harput ermordet.“ (20.11.1895)
„Abdülhamit hat das Imperium an den russischen Zar verkauft.“ (24.01.1896)

Am 17. Mai 1880 hatte dieser Sultan Abdülhamid die Gründung eines israelischen Staates auf palästinensischem Boden mit einer Hand ausgeschlagen, obwohl er das Land gegen Geld an die reichen Juden verkaufen konnte, da das Osmanische Reich finanziell in Bedrängnis war.
Nach und nach begann die Propaganda gegen seine Person und seine vor Hass verblendeten Gegner machten dabei mit, so wie die Erdogan-Gegner in der Politik und in den Medien zu Zeiten des Osmanischen Reiches willige Marionetten geworden wären.

„The Guardian“ möchte, dass Erdogan seine Linie ändert und beschreibt zu dem seine Wählerschaft als „weniger verwestlicht, bedürftig und konservativ“. Welch eine Ehre, dass wir nicht „verwestlicht“ sind. Mit anderen Worten: „Solange sich Erdogan nicht dem westlichen Gedankengut beugt und die Bindung zu seinem Volk verliert, werden wir ihn weiterhin mit unseren Artikeln attackieren und diffamieren“, möchten sie uns sagen.

Sie wissen sehr genau, dass die Mehrheit des Volkes immer zu ihm stehen wird.
Auch wenn ihre Leser mit „weniger verwestlicht“ „rückständig und nicht hinterfragend“ assoziieren. Damit sprechen sie uns ein Mitspracherecht nicht nur in der Türkei, sondern in der internationalen Gemeinschaft ab.
Was sagte 1944 der CHP-Politiker Nevzat Tandogan?
„Du anatolischer Ochse. Was habt ihr mit Nationalismus und Kommunismus am Hut?
Ihr habt zwei Pflichten:
1. Als Bauern müsst ihr ernten.
2. Wenn wir euch rufen, werdet ihr als Soldaten dienen.“

Die englische Gesinnung lebt in ihnen weiter, denn die CHP-Wähler sind ja auch mehrheitlich der Ansicht, dass die „anatolischen Ochsen“ nicht imstande seien, selbstständig zu denken und die richtige Partei zu wählen.
Aber englische Journalisten dürfen über eure Parteien entscheiden und ihr gebt sie als Referenz an. Denn eurer Ansicht nach, kennen nur sie den richtigen Weg, den die Türkei gehen müsse.

Lasst euch bloß nicht irritieren, wir werden unseren Weg mit Erdogan gehen.
Lieber bin ich ein "anatolischer Ochse" als eine englische Marionette wie eure Journalisten.
Fragt mal Can Dündar, warum er nach der Veröffentlichung der Bilder nach London reiste!

Turgay Adalet - 05. Juni 2015

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