Terrorfürst Öcalan wird poliert!


Nach dem PKK-Beamten Demirtaş, wird jetzt der Terrorfürst Öcalan poliert!


Demirtaş: "Ja, es gibt im Westen (der Türkei) ein negatives Bild von Öcalan und der PKK. Aber das muss überwunden werden, denn wenn wir das nicht ändern können, wird es keinen Frieden geben. Die PKK will die Waffen niederlegen. Dafür muss man Verhandlungen führen und mit Öcalan reden. Und das wird nur passieren, wenn die Gesellschaft das unterstützt."


Wenn nach dieser Logik Frieden geschaffen wird, möchte ich eine Frage stellen:


Wenn das negative Bild Netanjahus unter den Muslimen, speziell den Palästinensern, überwunden wird, wird diese Einstellung dann den Frieden einleiten?


- Keine Waffen niederlegen

- Projekte im Südosten sabotieren

- (kurdische) Zivilisten ermorden 

- Kinder entführen/manipulieren

usw.


ABER, wenn die Türken den PKK-Chef Abdullah Öcalan nicht mehr dämonisieren, dann wird es also Frieden geben?


Im Interview gibt er zu, dass er 1991 kurz davor war, in die Berge zu gehen. Doch sein Begleiter wurde gefasst und er freigesprochen.

Dann entschloss er sich, Jura zu studieren und auf die politische Bühne zu wagen.

Nun bist du im Parlament und nicht das erste Mal.

Wofür?

Welche Ziele verfolgt ihr denn?

Nur weil in der HDP unterschiedliche Identitäten sind, denkt er, dass sie damit die ganze Türkei vertreten und für den Frieden in einer pluralistischen Gesellschaft sorgen könnten.


Wir wissen doch alle, dass die PKK niemals ihre Waffen niederlegen wird. Deshalb brauchen ihn die Dogan-Medien nicht wieder zu polieren, weil die Angst vor Neuwahlen groß ist. 

Fakt ist auch, dass seit Beginn des Friedensprozesses der Zulauf zur PKK nicht gesunken ist, ganz im Gegenteil. Auch wenn in diversen Zeitungen berichtet wird, dass Terroristen die PKK verlassen.

In der Türkei befinden sich aktuell 2000 Terroristen, vorher 1400. 

Die Bewaffnung mit schweren Waffen (Flugabwehrraketen) sei mal dahingestellt.


Wenn die HDP von sich behauptet, für Demokratie und Frieden zu stehen, sollte sie auch in der Lage sein, die Angriffe der PKK offen zu kritisieren. 

Wenn in 13 Jahren den Kurden mehr Rechte gegeben wurden, warum wird statt einer Entwaffnung eine Bewaffnung vorangetrieben?

Heute hat der HDP-Politiker Sirri Süreyya Önder nach dem Treffen mit der AKP und Ahmet Davutoglu gesagt:

"Wenn die Demokratie steigt, steigt die Wahrscheinlichkeit der Entwaffnung."

Müssen wir daraus schließen, dass mit Waffen gedroht wird, um mehr Demokratie zu fordern? 


Klar definierte Ziele erleichtern den Weg zum Frieden, aber die Änderung und Ergänzung von Forderungen je nach gesellschaftspolitischer Entwicklung können wir nicht als Ehrlichkeit bezeichnen.

Vor allem die Einstellung der HDP-Politiker erschwert den Dialog und aufgrund ihrer Verbundenheit zur PKK verlieren sie an Glaubwürdigkeit.


Bezüglich der Drohungen der KCK, Dachorganisation der PKK, spielen sie die drei Affen und geben nur ihre Aussagen wieder. "KCK meinte nicht die Beendigung der Verhandlungen, sondern setzt klare Forderungen. Man solle die Projekte im Südosten beenden, ansonsten werde man wieder mit Gewalt antworten."

Wie kann man das als 'demokratisch gewählte' Politiker hinnehmen? 


Vor den Wahlen waren die Forderungen der HDP:


- Frieden

- mehr Demokratie

- Ende der Gewalt

- "Weder Tränen noch Blut soll fließen"


Wenn die HDP gegen die Drohungen und Gewaltakte der PKK und KCK nicht ihre Stimme erhebt, wird sie nicht nur Stimmen verlieren. Viel wichtiger: das Vertrauen der Kurden, von denen einige der AKP den Rücken gekehrt haben.


Wer mit Waffen mehr Demokratie fordert, der hat die Prinzipien nicht verinnerlicht. Dass damit keine unzerstörbare Mauer zwischen der PKK und HDP existiert, haben sie sich selbst zuzuschreiben.

 

Turgay Adalet

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