Wahlkampf gegen Erdogan!



"Wenn wir die Wahlhürde nicht überwinden, steht eine neue Krise bevor", so HDP-Politikerin Pervin Buldan.
Was meint sie mit Krise?
Ein "bewaffneter Widerstand" der PKK?
Der 7. Juni ist schon übernächsten Sonntag. Da müssen der Wahlkampf-Journalist Hasnain Kazim und "Der Spiegel" mehrmals täglich über Erdogan (negativ) berichten.
Der Gerichtsbeschluss war gestern nicht einmal in den regierungskritischen Medien. Warum thematisiert das Kazim - Ideen ausgegangen?
Ob Schwarzbau oder nicht, jedenfalls bauen wir im Gegensatz zu Projekten in Deutschland das zu Ende, was wir angefangen haben!
Deshalb möchte ich zu diesem
Thema nicht viele Worte verlieren, weil es nicht lächerlicher geht.
Manche wollen es abreißen lassen, andere wiederum wollen es als Flüchtlingsunterkunft benutzen - gerade diejenigen, die alle Flüchtlinge in ihre Heimat schicken möchten.
Nur mal als Randnotiz;
Der G7-Gipfel im bayrischen Schloss Elmau kostet den deutschen Steuerzahler 130 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ein Monat Flüchtlingseinsatz im Mittelmeer kostet 90 Millionen Euro.
Kommen wir zum Leitartikel der New York Times. In dem wird der angebliche Druck auf die Medien kritisiert und zugleich an die USA und NATO appelliert, damit sie Erdogans "Weg" durchkreuzen.
Was meinen sie damit?
Heute ist der 27. Mai, vor 55 Jahren wurde der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Adnan Menderes gestürzt - dann erfolgte die Todesstrafe.
Was hatte NYT am 8. Mai 1960 geschrieben?
"Wenn Adnan Menderes seine Politik nicht ändert, kann man nicht wissen, wie sich die Geschehnisse entwickeln."
In letzter Zeit liest man von den Journalisten, die Erdogan abgrundtief hassen und deshalb niemals objektiv berichten, dass er sich mal nach 2007, mal nach 2011 verändert haben soll.
Ach und davor habt ihr ihn respektiert, nicht wahr?
Seit er an der Macht ist, können sie ihn nicht leiden. Nehmen wir an, er habe sich von der Demokratie entfernt.
Sie waren selbst keine Demokraten, wenn es um die Rechte der Andersdenkenden und Kurden ging!
Sie waren selbst Faschisten, wenn es um die Minderheiten ging!
Was haben sie gemacht, als in den 90er Jahren 18.000 Kurden ermordet wurden, über Nacht verschwanden oder nach dem Foltern Suizid begangen haben?
Der Staat hat früher mit Faschisten und der Mafia kooperiert, deren einziges Ziel es war, Kritiker und Kurden mundtot zu machen und sogar zu ermorden.
Keiner dieser gestrigen schweigenden Vollstrecker und heutigen Kritiker kann behaupten und schon gar nicht beweisen, dass zu der Zeit gläubige Muslime Kurden ermordet und gefoltert haben.
Die Faschisten in der säkularen Elite aber haben es vollzogen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass PKK-Anhänger die alten Zeiten vermissen.
Es war eine Schande, dass sich die Kurden nicht als Kurden bezeichnen konnten. Heute jedoch bekennen sich die Nationalisten unter ihnen offen zur PKK und wenden sogar Gewalt an.
Vor allem nach Kobane wird die PKK im Gegensatz zum IS verharmlost, nur weil sie gegen sie gekämpft hat.
Wo ist denn der Unterschied?
Die einen instrumentalisieren das Leid der Kurden, die anderen das der Muslime (Sunniten) und missbrauchen den Islam.
Ein Mörder wird nicht zu einem Engel, wenn er einen anderen Mörder ermordet - auch nicht vor dem
Gesetz!
Zum Leid der Kurden:
Selbst der frühere Wirtschaftsminister Kemal Derviş, den die Oppositionspartei CHP wieder zu diesem Ministerium befördern möchte, hat gestern gesagt, dass Mustafa Kemal A. den Kurden Unrecht getan habe - zum Entsetzen der CHP-Anhänger, die das Massaker in Dersim leugnen, zumindest was Atat*rks Befehl angeht.
Heute und nicht nur heute, sondern seit Jahren investiert die türkische Regierung in den Südosten, den die anderen Regierungen (bewusst) vernachlässigt hatten.
Selbst der gestern eröffnete Flughafen im ehemaligen Krisengebiet Hakkari/Yüksekova, wo wir viele Soldaten verloren haben, reicht den Kritikern nicht.
Wenn es keine strategische Bedeutung hat, warum hat dann die PKK die Bauarbeiten mehrmals sabotiert? Nur um finanziell dem türkischen Staat zu schaden?
Jede Investition ist ein Schuss, ja sogar effektiver als ein Schuss gegen die PKK.
Sie möchten einfach nicht verstehen, dass die Regierung für die dortige Bevölkerung Projekte ins Leben ruft und das obwohl bei der letzten Kommunalwahl 66% für die BDP (HDP) waren.
Würde das eine Regierung unter der CHP oder MHP machen? Wohl kaum.
Diejenigen, die verantwortlich für die Entstehung der PKK sind, gehen jetzt mit der HDP Hand in Hand, obwohl sie sich nicht mal ihre blutigen Hände geben würden.
Die HDP ist ja von sich überzeugt und propagiert oft Frieden, aber ihre Wahlplakate sprechen da eine andere Sprache - Wasserhähne, aus denen Blut fließt.
Allein nur deshalb sollten sie mal ins Parlament einziehen.
Warum?
Selbst wenn ein Kind wegen der PKK ums Leben kommen sollte, müssen sie zur Rechenschaft gezogen werden und ihren (türkischen) Wählern ins Auge blicken.

Turgay Adalet

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