Stimme für die PKK!


Die PKK-Gesinnung lebt in Europa weiter.


Grundsätzlich darf jeder selbst entscheiden, welche Partei er wählen wird.

Ich habe bis heute nur einen Kurden in Deutschland, genauer gesagt an meiner ehemaligen Uni, kennengelernt, der nicht mit der PKK sympathisiert und auch keiner Partei nahesteht - ein sehr intelligenter, engagierter und herzensreiner Mensch. 

Verständlicherweise kann er wie jeder andere Mensch auch keine Faschisten leiden.


Doch der Rest, den ich kenne, bekennt sich offen, wenn es um die PKK und einen eigenen Staat geht. Sie nehmen deutschlandweit regelmäßig an Kulturfestivals teil, die im Kern PKK-Festivals sind.

Leider ist es Tatsache, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Kurden die PKK nicht als Terrororganisation, sondern als Organisation von Freiheitskämpfern betrachtet.

Welche ihrer Freiheiten wird denn eingeschränkt, dass sie von Europa aus einen Hass gegen das Land und insbesondere gegen die Regierung hegen, die allen türkischen Staatsbürgern das Recht zum Wählen gegeben hat?

Sie organisieren Busse und versammeln sich vor den türkischen Botschaften in Deutschland, obwohl sie nicht einmal die dort hängende türkische Nationalflagge ertragen können, geschweige denn die Gesetze dieses so gehassten Landes achten.


Hat die HDP für ihre Rechte gekämpft?

Der Friedensprozess hat ohne die HDP angefangen und trotzdem schreiben viele regierungskritische Journalisten, dass das Schicksal des Friedens von der Überwindung der Wahlhürde abhänge.


Selbst der HDP-Vorsitzende Selahattin Demirtaş, dessen Lebenseinstellung mich nicht interessiert, hat letzte Woche in einer Livesendung auf FOX gesagt, dass der Friedensprozess niemals ohne die starke Persönlichkeit und die Führungsperson Erdogans angefangen hätte - sehr zur Überraschung des regierungskritischen Moderators Fatih Portakal, der diese Aussage nicht unbedingt hören wollte. 


Obwohl die HDP nicht an der Macht ist, sind letztes Jahr über 50 Menschen in der Türkei gestorben, weil sie ihre Anhängerschaft wegen Kobane vorsätzlich auf die Straßen getrieben hat. Nicht nur die Propaganda in den deutschen Medien gegen die Muslime hat dazu beigetragen, dass Yesiden in Hamburg auf Muslime losgingen. Auch einige türkische Medienorgane haben die alternative Kurdenpartei HüdaPar und andere muslimische Verbände indirekt zur Zielscheibe erklärt. Sie hatten ein Klima geschaffen, als ob jeder Muslim, der regelmäßig in die Moschee geht, mit den IS-Terroristen sympathisiere.

Der Hass der PKK-Anhänger wuchs von Tag zu Tag und irgendwann ließen sie ihren Worten Taten folgen - der 16-jährige Yasin Börü und andere junge Menschen wurden skrupellos ermordet!


Wer wie auf diesem Foto mit einer K*rdistan-Flagge wedelt und Propaganda für die HDP treibt, der kann nicht behaupten, dass er nicht für die PKK sei.

Was macht es schon für einen Unterschied, ob der politische Arm der PKK ins Parlament zieht oder nicht.

Für eure Rechte wird nicht die HDP, sondern die AKP sorgen.

Ihr könnt ja für eure Politiker in PKK-Büros Stimmen sammeln! 


Jetzt sind sie wieder in die Opferrolle geschlüpft. Das HDP-Büro in Tekirdag soll zurzeit angeblich von 500 Menschen umzingelt worden sein. 

Sie waren doch diejenigen, die HüdaPar-Kandidaten und ihre Büros terrorisiert hatten.


Was mich stört:

Die HDP-Politiker werden seit geraumer Zeit wie Demokraten präsentiert, obwohl die AKP den Kurden ihre Rechte gegeben hat.

Genug? Nein, sie wird weiter daran arbeiten.



Turgay Adalet

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