Gülens kriminelle Journalisten





Gibt es auf der Welt eine andere islamische Gemeinde, die zwei Tage vorher eine bevorstehende Razzia mit Namensliste veröffentlicht? Das ist doch keine islamische Gemeinde mehr, sonder eher eine Terrororganisation, die den Staat unterwandert hat.
Gestern wurden mehrere Journalisten  von Gülens Medienkonglomerat Zaman und Samanyolu bei einer Razzia in Untersuchungshaft genommen. Wenn es um die Verhaftung von Journalisten geht, heißt es, dass die Presse- und Meinungsfreiheit eingeschränkt und damit die Demokratie gefährdet sei.
Eine kleine Wiederholung für diejenigen, die einfach mal keine Ahnung haben, weil sie nicht hinter die Kulissen blicken möchten und sich von den deutschen Leitmedien blenden lassen:

Warum saßen diese Journalisten im Gefängnis?

Hanefi Avcı saß vier Jahre im Gefängnis, nur weil er ein Buch über die Unterwanderung von Gülens Männern in Justiz und Polizei geschrieben hat.
Ahmet Şık schrieb ein Buch mit dem Titel "Die Armee des Imam". Das Buch beschreibt, wie Anhänger von Fethullah Gülen seit Mitte der achtziger Jahre systematisch die Polizei unterwandert haben.
Auf seinem Twitter-Account und in seiner heutigen Kolumne fordert er nur eine gerechte Bestrafung derer, die ihn verhaftet hatten.
Journalist Nedim Şener hingegen, der als oppositioneller Journalist gilt, sieht die Verhaftung der Journalisten als gerechtfertigt an. Nach seiner Freilassung hatte er Folgendes gesagt: „Ich habe immer wieder die Regierung kritisiert und auch Tatsachen aufgedeckt, aber wurde deshalb nie von der Justiz verfolgt. Aber als ich anfing, über Fethullah Gülen und seine Männer im Staat zu schreiben, wurde ich mit meinem Berufsgenossen von der parallelen Justiz ins Gefängnis gesteckt“.


Genießen kriminelle Journalisten auch die Immunität wie Politiker?
Wir wissen doch, dass gewisse Eliten Journalisten für ihre Macht missbrauchen.
Als ob in Deutschland keine Zensur existiert, dafür muss man keine Journalisten wegsperren. Entweder gelten sie als Verschwörungstheoretiker oder die Artikel der ehrlichen Journalisten, die sich nicht dem Chefredakteur beugen, werden auch nicht veröffentlicht, werden somit mundtot gemacht und dann trennen sich die Wege. Auch mit Etyen Mahcupyan, dem Chefberater des türkischen Ministerpräsidenten, ging die Zeitung Zaman so um!

Gülens Journalisten sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass viele unschuldige Menschen verhaftet wurden. Als damals Journalisten verhaftet wurden, die gegen Fethullah Gülen geschrieben haben, hatten die Gülen-Medien Folgendes gesagt und gefragt:


Ist das Journalismus?
Sie wurden nicht für ihren Journalismus verhaftet.


Schon vergessen?
Und ja, auch die anderen regierungsnahen Medien waren nicht immer neutral, weil sie den erfundenen Beweismitteln Glauben geschenkt hatten, aber Gülens Medien waren an vorderster Front und hatten sich für eine aggressive Berichterstattung entschieden. Und heute entschuldigen sie sich bei Ahmet Şık und Nedim Şener. Wollten sie sich erst dann entschuldigen, wenn diese Journalisten nach 10-15 Jahren Haft freigesprochen wären?
Damit das mal klar ist: Gülens Journalisten wurden nicht wegen ihrer journalistischen Tätigkeiten verhaftet! 

Warum sich der Zaman-Chefredakteur Ekrem Dumanli und der Direktor der Sendergruppe Samanyolu Hidayet Karaca in Untersuchungshaft befinden, erfährt ihr in der folgenden Chronologie der Ereignisse:

2009: In einer Predigt weist Fethullah Gülen darauf hin, dass sich eine terroristische Gruppe namens "Tahsiyeciler" bilden könnte. Zaman hat darüber berichtet und Samanyolu hat es in das Szenario der Sitcom "Tek Türkiye" aufgenommen.
Zwischen dem 10. und 15. April und am 26. April 2009 haben Hüseyin Gülerce, Ahmet Sahin und Nuh Gönültas Kolumnen über diese Gruppe geschrieben.
2010: Ein dubioser Mahnbrief erreicht die Polizei, die daraufhin mit der Operation beginnen. Der 66-jährige Prediger Mehmet Dogan und 122 weitere Personen werden bei einer Razzia verhaftet. Er kritisierte in seinen Büchern Fethullah Gülen, den interreligiösen Dialog und das Einsammeln von Geldern (zekât), die größtenteils "verschwanden" und für persönliche Zwecke ausgegeben wurden.
Gülens Zeitungen haben immer wieder darüber berichtet, dass es sich um eine Nur-Bewegung handelt, die der Al-Kaida nahestehe.
Auf den Bomben, die in den durchsuchten Häusern platziert wurden, wurden nicht die Fingerabdrücke der vermeintlichen Täter festgestellt, sondern die der Polizisten. Im Nachhinein meinten sie, dass die Gummihandschuhe wahrscheinlich bei der Untersuchung aufgerissen wurden - wer's glaubt, wird selig!
17 Monate waren Mehmet Dogan und die 122 Anhänger in Untersuchungshaft und wurden gleich nach dem ersten Prozess freigesprochen.
Der leitende Staatsanwalt wurde mit einer Stelle im Kassationshof belohnt! 


Zaman-Chefredakteur Ekrem Dumanli wurde über sein Verhältnis zu den Staatsanwälten ausgefragt, die damals den Fall gegen die Widersacher leiteten. Erst gab er an, sie nicht zu kennen. Doch als die Polizisten ihn fragten, warum er sich mit ihnen in einem Hotel getroffen habe, war einer von ihnen nur ein Freund! 

Und solche nennt man Journalisten?
Journalisten, die für Fethullah Gülen Propaganda betreiben und seine Widersacher mit Kolumnen und Artikeln zu Terroristen erklären!


Nur weil sie in Untersuchungshaft sitzen, meinen die Regierungskritiker, dass man die Türkei vor der internationalen Gemeinschaft blamiert hätte.
Macht euch keine Sorgen darüber:

In einer Welt, in der...

Babymörder Netanjahu
Kindermörder Sisi
Folterer der CIA usw.
nicht bestraft werden, man sich nicht mal über sie empört und als Freunde der Demokratie feiert, kann es uns egal sein, was sie über die Festnahme von kriminellen Journalisten denken ! ! !

Wir müssen uns nicht dafür rechtfertigen, aber die, die auf der Seite der Mörder stehen, haben kein Recht, sich in unsere innerstaatlichen Angelegenheiten einzumischen! Und es wird der Tag kommen, am dem ihr zur Rechenschaft gezogen werdet!

Die kriminellen Journalisten von Fethullah Gülen haben schon mal gar nicht das Recht, die türkische Regierung mit Lug und Betrug zu diffamieren.


Turgay Adalet

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