KDI-Terrorgruppe - Übergriff auf Dortmunder Moschee


"Es ist ein kalter Novembermorgen in Dortmund, einige wenige Menschen eilen zur Moschee um das Morgengebet zu verrichten. Es sind fromme Muslime aus der Nachbarschaft, die einem sonst beim türkischen Gemüsehändler um die Ecke, über den Weg laufen. Muslime die einen höflich grüßen und fragen wie es einem geht. Friedfertige einfache Bürger. Der Imam nimmt sein Platz vor der Gemeinde ein und bittet die anwesenden ihre Handys auszuschalten, er erhebt seine Hände zum Kopf und spricht – „Allah-u Ekber!“ – in diesem Moment krachen alle Fenster der Moschee mit dem Aufprall der Molotow-Cocktails zusammen und der lauter Krach ist aus großer Entfernung zu hören. Die Flammen entfalten sich auf dem weiten Gebetsteppich quer durch die Moschee. Das Feuer umzingelt die Menschen, sie versuchen zu fliehen und eilen schnell zu den Türen. Vergeblich. Die Türen sind von außen zugestellt und lassen sich nicht öffnen. Alte und kranke fallen den Flammen als erste in die Arme. Sie konnten sich nicht in Schutz bringen, sie konnten nicht über die zerschlagenen Fenster hinüber klettern, so wie es die jüngeren aus Panik machten. 25 Tote bei Brandanschlag auf Dortmunder Moschee" - heißt es später in den Medien. Brandursache noch nicht klar, Ermittler schließen islamfeindlichen Übergriff aus. Die Gemeinde ist entsetzt und schockiert. Angehörige der Toten sowie die gesamte Gemeinde versammeln sich auf dem Hof vor der Moschee. Das weinende Gekreische der Familien, der Schrei nach Hilfe, die Einsamkeit der Muslime. Es sprechen sich einige Gerüchte umher. Es habe wohl einige Drohbriefe gegeben, die an die Islamische Gemeinde adressiert waren. Die Moschee wurde zur Zielscheibe und Muslime zu Opfern gemacht. KDI riefen die Täter des Brands. KDI fragte sich ein Vorstandsmitglied und erinnerte sich an den Drohbrief, genau KDI – Kampf dem Islam, genau das stand in dem Brief. Es war zu spät, die Opfer sind gefallen und wieder einmal sind die Opfer Muslime, ähnlich wie in den NSU-Morden. KDI die neue Terrorgruppe, die ihre Drohbriefe mit den Worten […] „Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit, Amen“ beendet. Eine christlich-motivierte Terrorgruppe.
So in etwa könnte es ausgehen, wenn die Drohbriefe von rechtsradikalen, christlich motivierten Gruppen nicht ernst genommen werden. Alles was du vorhin gelesen hast ist eine fiktive realitätsnahe Erfindung, ein Worstcase, ein Horro-Szenario. Der Drohbrief und die ‚KDI Terrorgruppe‘, sowie die Dortmunder Moschee sind echt.
Ja es ist wahre Tatsache, denn heute traf ein Drohbrief in eine Dortmunder Moschee ein. Ein dreckig und respektlos verfasster Drohbrief, in denen die Religion und der Gesandte Muhammed saw. bis aufs Kleinste beleidigt und respektlos mit sehr erniedrigenden Vergleichen dargestellt wird. Auf dem ersten Blick könnte man von einem bösen Streich ausgehen, jedoch ist es ist signifikant, dass solche Drohbriefe und Übergriffe auf Moscheen und Muslime, exorbitant mit der medialen Hetze gegen den Islam steigen. Man möge sich an die in Brand gesteckte Berliner Mevlana Moschee erinnern, die auch Drohbriefe erhielt. Denen aber keineswegs jegliche Achtung geschenkt wurde. Dieses Beispiel zeigt uns, dass solchen Drohungen, Taten folgen können. Wird die Polizei weiterhin nur zuschauen und diese Drohungen als Einzelfälle werten? Die Verfasser nennen es „Kampf dem Islam – Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Köln“, also haben wir es hier nicht nur mit einer regionalen, sondern einer bundesweiten, christlich motivierten Terrorgruppe zu tun - KDI-Terrorgruppe -, ähnlich wie die NSU-Terrorzelle. Diese hatte man auch über Jahre nicht beachtet und zugelassen, dass acht türkischstämmige Mitmenschen umgebracht worden sind. Wir sagen NEIN! Es muss endlich wahrgenommen werden, welch eine dreckige Hetzkampagne Seitens der deutschen Leitmedien vollzogen wird. Die deutsche Gesellschaft erstickt förmlich in der Diffamierung des Islam und der Muslime. Man zwingt die Menschen dazu, den Islam zu verachten, den Terror mit der islamischen Lehre zu verallgemeinern – siehe dazu Focus (Die dunkle Seite des ISLAM – acht unbequeme Wahrheiten über die muslimische Religion) – ja es ist Tatsache, dass die Medien von nun an die Religion und die Lehre als Ursache des Terrors aufzeigen wollen und somit gleich alle Muslime als gewaltbereite zu einer Zielscheibe machen.
Hat dieses Land und diese Bevölkerung denn nichts aus ihrer eigenen Vergangenheit lernen können? Begann die Judenverfolgung nicht mit den Novemberpogromen 1938, also der Reichskristallnacht? Waren es nicht Synagogen, die in Brand gesteckt wurden? Nein nicht die Nationalsozialisten waren die schuldigen, sondern die Bürger die weggeschaut haben! Diejenigen die bewusst nichts getan haben. So wie es heute gemacht wird! Auch heute schauen sie weg, wenn Moscheen brennen. Wer wird die Verantwortung übernehmen, wenn demnächst Dortmunder Moscheen nach und nach überfallen werden? Die Polizei? Die Bürger? Der Staat? Der Innenminister? Der Spiegel, Focus, Zeit, Welt, Bild, RTL?
Auch diesem Drohbrief wird keine Achtung geschenkt. Die „Terrorgruppe KDI“ wird den ersten Anschlag verüben und dann wird es schon zu spät sein! Müssen erst Menschen sterben, damit muslimische Gemeinden gehör bekommen! Müssen etliche, hunderte Moscheen in Brand gesteckt werden, damit die Medien nun endlich mit der Hetze aufhören!
Liebe Leser, Mitmenschen, Brüder und Geschwister, auch ihr müsst Verantwortung übernehmen und dem Ganzen ein Ende setzen, in dem ihr Zivilcourage zeigt. Teile diese Nachricht und sorge dafür, dass es viele Lesen. Jeder muss nämlich verstehen, dass wir Muslime einer sehr großen Gefahr ausgesetzt und in Stich gelassen werden. Niemand darf sich das Recht nehmen eine Gemeinde zu bedrohen, sie zu beleidigen und Taten zu vollrichten. Dies darf nicht unbestraft davon kommen!
Wir als Muslime sind gegen jede Art von Gewalt! Wir distanzieren uns von jeder terroristischen Gruppe auf dieser Welt! Unsere Religion besitzt über ein friedliches Gedankengut und darf nicht als Kern des Bösen dargestellt werden. Nein zur Terrorgruppe KDI!
Genau fünf Mal am Tag werfen sich 2,2 Milliarden Muslime weltweit vor ihrem Schöpfer nieder. Nahezu vier Millionen sind es mittlerweile in Deutschland. Den Ort der Niederwerfung bezeichnen sie als „Masjid“ in unserer Sprache auch Moschee. Bis zu 99 % der Muslime sind friedliche Menschen, die sich Ihrem Schöpfer den sie „Allah“ – arabisch für Gott – nennen, unterwerfen.

von Cihad EBRAR

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