Der Siegeszug des Volkes - Recep Tayyip Erdogan




Gestern ja sogar noch in den ersten Morgenstunden feierte die türkische Regierungspartei AK Partei mit seinen Anhängern einen glorreichen Sieg bei den Kommunalwahlen, auf die man vor allem nach dem 
Gezi-Aufstand und den Korruptionsvorwürfen sehnsüchtig gewartet hatte. In den letzten Monaten mussten Erdogan und seine Kameraden vielen Angriffen Stand halten, die für den Sturz der Regierung geplant waren.
Diesmal wurde dieser politische Kampf nicht nur gegen die Oppositionsparteien geführt, sondern auch gegen andere Regierungskritiker, die in dieser Zeit mit der größten Oppositionspartei, der CHP, eine Koalition bildeten. Allen voran die Gülen-Gemeinde, die mit ihren Medienorganen in vielen Ländern massive Propaganda gegen Erdogan getrieben haben, aber dabei auch gegen die gesamte Türkei, gegen das Volk, das Erdogan in dieser schwierigen Zeit immer unterstützt hat, bis auf die Oppositionellen. Zwei Parteien, die sich unter normalen Umständen nicht einmal die Hand geben würden. Auf der einen Seite die Kemalisten, auf der anderen Seite die Traditionalisten (zumindest erschienen sie uns so bis zu ihren politischen Intrigen).

Die Gülen-Gemeinde hatte die Wähler der CHP und MHP dazu aufgefordert, den Kandidaten ihre Stimmen zu geben, deren Erfolgsaussichten in der jeweiligen Stadt und Kommune am höchsten waren. Für die Schwächung der AK Partei war die Mehrheit bereit, ihre Ideologie in den Sand zu stecken und ihre jahrelange Ehre zu verkaufen, die sie unter anderem mit ihrer Stimme zum Ausdruck brachten!



In Istanbul stiegen die Hoffnungen mit Sarigül, der von den westlichen Leitmedien als starker Kontrahent gegen Erdogan präsentiert wurde, aber gegen den Bürgermeister Istanbuls Kadir Topbas am Ende das Handtuch schmeißen musste.
Die Hauptstadt Ankara war bis in die frühen Morgenstunden stark umkämpft, auf dessen Ergebnisse ich auch gewartet habe. Der amtierende Oberbürgermeister Melih Gökcek, der schon seit 20 Jahren für die Bevölkerung in Ankara dient, wurde wieder zum Oberhaupt der Stadt gewählt.
Sein Konkurrent Mansur Yavas von der CHP stellte sich während der Zählungen mehrmals vor die Kameras und verkündete vorzeitig stolz seinen Wahlsieg, doch am Ende herrschte nur noch Frustration und schon wurden Stimmen laut, die Wahlfälschungen posaunten. Doch diese Vorwürfe kommen nach jeder Wahl von der CHP und landen schließlich im Bach.
Nach Izmir, wo sich die Wähler mehrheitlich wieder für die CHP entschieden und wahrscheinlich ihre Metros mit Spaten und Schaufeln selbst "graben" möchten, gewann die AK Partei in einer der Hochburgen der CHP, nämlich in Antalya mit Menderes Türel. Was die CHP in den letzten fünf Jahren dort gemacht hat, hätte ich gerne aufgezählt, doch leider wurde ein erwähnenswertes Projekt weder begonnen noch beendet.



Für diesen herben Rückschlag wurden wieder einmal die Anhänger Erdogans verantwortlich gemacht, da sie aus ihrer Sicht nicht in der Lage seien, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Aber die Selbstkritik fehlte wieder einmal! Denn die Korruptionswürfe und die veröffentlichten Tonmitschnitte, die die Regierung belasten sollten, seien ausreichende Gründe, um  auf Distanz von der AK Partei und besonders von Erdogan zu gehen. Der soziokulturelle Hintergrund der AKP-Wählerschaft gleiche nicht dem der anderen Wähler und nur deshalb könne die AK Partei von Wahl zu Wahl an Stimmen gewinnen.
Ihrer Meinung nach besitzen wir keine Lesekultur und können deshalb wie eine Schafherde rumkommandiert werden. Nehmen wir mal an, sie haben Recht. Wieso schafft es denn die CHP nicht uns unqualifizierte Menschen für sich zu gewinnen? Es besteht kein Zweifel, dass ihre Wählerschaft nur zu ihr steht, weil der Gründer dieser Partei Mustafa Kemal (Atatürk) ist. Sie sind einfach nur ideologisch besessen und denken, dass der Laizismus in Gefahr sei. Ihren Sieg in Izmir feierten sie so, als hätten sie gegen einen Feind gewonnen, der ihre Existenz bedrohe, obwohl der AKP-Kandidat Binali Yildirim seit Jahren als Verkehrsminister sehr viele große Projekte umgesetzt hat und auch von der Opposition hin und wieder für seine Leistungen gelobt wurde. Was soll man sagen? Nicht Binali Yildirim, sondern Izmir hat verloren!
Auch Regionen, wo mehrheitlich Kurden leben, haben sich für die AK Partei entschieden und die CHP nahezu nicht als Partei ernst genommen (in drei Städten unter 1%).

Wer die Stimme des Volkes nicht akzeptiert, der sollte von ihnen keinen Respekt dafür erwarten, dass sie nur für den Regierungssturz die Türkei in ein Chaos stürzen wollten. Die Antwort auf so einen Umsturzversuch haben die Anhänger Erdogans mit ihrer Stimme gegeben. Sie haben monatelang geduldig auf diese Wahlen gewartet und alle möglichen Provokationen ignoriert. Andernfalls wären minimale Bürgerkriege nicht zu vermeiden gewesen.
Natürlich kann kein Wahlergebnis gewisse Fehler in der Vergangenheit gutmachen, aber diese Kommunalwahl sollte der Opposition und Gülen-Gemeinde eine Lehre dafür sein, dass man mit Tonmitschnitten und leeren Behauptungen das politische System nicht umstellen kann!
Und vor allem nicht eine demokratisch gewählte Regierung über illegale Wege diffamieren kann, da das Vertrauen zwischen der AK Partei und ihrer Wählerschaft in der vergangenen Zeit gewachsen ist, auch wenn kritische Stimmen das Gegenteil behaupteten. Davon können sich die Menschen im In- und Ausland selbst überzeugen lassen.

Wird mit diesem Wahlsieg, das als Bestätigung für die AK Partei gilt, das brisante politische Klima in der Türkei zur Ruhe kommen oder müssen wir mit weiteren Komplotten gegen Erdogan rechnen?
Nach seiner Rede vor der Veröffentlichung der endgültigen Wahlergebnisse sprach Erdogan die Präsidentschaftswahlen an, weshalb vermutet wird, dass er auch seine Kandidatur setzen werde.
Seine Kritiker sind natürlich dagegen, aber diesmal wird das Volk den Präsidenten wählen und meine Prognose wäre, dass er auch das mit Bravour meistern wird. Der Teil des Volkes, der jahrelang als rückständig betrachtet und ausgestoßen wurde, fühlt sich durch ihn vertreten und kann dank ihm ihre Stimme erheben und diesmal wird sie mit ihrer Stimme seinen Weg zum Präsidentenpalast erleichtern.

Erdogans Gegner dachen sich „Alle gegen Einen“, aber dabei haben sie das Volk vergessen!
Das Volk gegen Alle! Und der Siegeszug des leidenschaftlichen Politikers geht weiter.
Das Ziel lautet 2023! In zwölf Jahren wurden mehr Fortschritte geleistet als in den Jahrzehnten davor!
Die kommenden zehn Jahre sind entscheidend für die Zukunft der Türkei mit Erdogan.

Für uns und für die Türkei hast du mindestens zwölf Jahre deines Lebens geopfert.
Wir sind dir dafür dankbar und hoffen, dass wir dich nicht enttäuscht haben.
Auch in den kommenden Jahren werden wir unseren Beitrag für eine noch modernere, fortschrittlichere Türkei leisten, die uns mit seinen Visionen und geplanten Projekten Hoffnungen macht. Denn bisher wurden alle Projekte tadellos umgesetzt.
„Das, was wir gemacht haben, sind die Garantien für das, was wir machen werden“, so der Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.





Turgay Adalet

Beliebte Posts aus diesem Blog

Türkei: Abstimmung über Verfassungsreform

Gastbeitrag: Musul ve Kerkük'ü kim satti?

11.000 Folteropfer in Syrien!