"Top Ten der antisemitischen, antiisraelischen Schmähungen 2013"



Das Simon Wiesenthal Center ist eine jüdische, politisch tätige Internationale Organisation mit Hauptsitz in Los Angeles. Es wurde 1977 gegründet und ist nach Simon Wiesenthal, benannt. Simon Wiesenthal war ein    österreichisch-jüdischer  Überlebender des Holocaust . Das Simon Wiesenthal Center setzt sich hauptsächlich mit der Thematik des Holocausts auseinander. Heute wird das Center unter dem Rabbi Meyer H. May geleitet.
Das Simon-Wiesenthal-Center (SWC) hat seine Liste der „Top Ten 2013 anti-Semitic, anti-Israel slurs“ für 2013 veröffentlicht. An die Spitze schaffte es diesmal der iranische „Revolutionsführer“ Ayatollah Khamenei. Den zweiten Platz belegt der türkische Premier Tayyip Erdogan.
Khamenei nannte Israel den „tollwütigen Hund der Region“.
Dem türkische Premierminister Erdogan wird zur Last gelegt, dass er den Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammad Mursi als auch die Proteste von Regierungsgegnern die „jüdische Diaspora“ verantwortlich machte. Damit haben sie es auf die Liste der Top Ten der antisemitischen/antiisraelischen Schmähungen geschafft. Somit hat das Wiesenthal Center zwei mächtige Regierungsführer in den Fokus der Antisemitismus-Forschung gestellt.
Der Leiter des Simon Wiesenthal Centers, Rabbi Meyer sagte der "Jerusalem Post: "Das Ziel in diesem Jahr war es zu zeigen, dass mächtige Personen, Religionsführer oder Regierungschefs keinen Freibrief haben sollten, nur weil sie in einer machtvollen Position sind."Der Rest der Welt sollte nicht so freundlich mit ihnen umgehen. Es ist nicht richtig, sich mit dem türkischen Premier zu treffen, wenn man doch weiß, dass er bigott ist. Erdogans and Chameneis Äußerungen seien "ganz klar antisemitisch".
An dritter Stelle ist der Sonderbeauftragte der UNO Richard Falk. Er warf Israel „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor und forderte die israelische Regierung auf, umgehend die Blockade gegen den Gazastreifen zu beenden.



Die Türkisch-Israelischen Beziehungen

Die Republik Türkei unterhält seit langem enge Beziehungen zu Israel. Die Türkei war unter der Regierung von Ismet Inönü, der erste muslimische Staat, welcher Israel anerkannte und diplomatische Beziehungen aufbaute. Zwischen der Türkei und Israel bestehen viele Abkommen. Die Türkei gewährt dem israelischen Militär das Training in der Türkei und Israel modernisiert durch Waffenlieferungen das türkische Militär.
Nach dem Erdogan den israelischen Präsideten Peres 2009 beim Wirtschaftsforum Davos öffentlich Kriegsverbrechen im Gazakrieg vorwarf, verschlechterten sich die diplomatischen Beziehungen.
Nach dem Tod von neun türkischen Aktivisten beim israelischen Angriff auf das Schiff „Mavi Marmara“, das Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen sollte, warf Ankara den israelischen Botschafter aus dem Land und reduzierte den politischen Austausch auf ein Minimum. Erst unter dem Druck der USA auf die Türkei und Israel gab es neue Bewegung. Israels Premier Benjamin Netanjahu entschuldigte sich am  22. März. 2013 entschuldigte sich  bei dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan für den Ship-to-Gaza-Zwischenfall. Die Beziehungen zwischen Israel und Türkei seien jetzt entspannt.
Jetzt wird deutlich warum der türkische Premierminister Erdogan den zweiten Platz der „Liste der Liste  der “Top Ten der antisemitischen, antiisraelischen Schmähungen 2013″ belegt. Denn durch die Gleichsetzung von Antisemitismus mit Kritik an Israel, die unter dem Wort „antiisraelisch“ vereinheitlich wird, zeigt das Simon Wiesenthal Center, dass es dem aktuellen Sprachgebrauch folgt, der Kritik an Israel mit Antisemitismus gleichsetzt. Außerdem bestätigt die Auswahl der Personen auf der Liste, dass es sich um politische Motivation seitens des Centers handelt.

Kritik an Israel - endlich traut sich jemand

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert öffentlich als einer von wenigen die Außenpolitik Israels. Er betont immer wieder, dass es im Mittelmeerraum nicht tun könne, was es wolle. Die Türkei werde angesichts des israelischen Verhaltens gegenüber den Palästinensern nicht nur Zuschauer in der Region sein.
Er spricht seine Unterstützung für die Bemühungen der Palästinenser zur Anerkennung eines eigenen Staates aus. 

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