Putschversuch der 'Paralleljustiz'



Seit Mai letzten Jahres wird der Ruf von Premierminister Erdogan beschädigt – mit Vorwürfen, wonach er wie „ein Diktator handeln“ würde.
Dies schreiben unter anderem viele „internationale Medien“ wie z.B (Todays Zaman, Hürriyet, Financial Times, Spiegel)
Im Mai wurden Unruhen rund um den Gezi-Park provoziert. Wochenlang berichteten Medien über „Volksaufstände“. Außerdem wurden Berichte und Bilder angeblicher „brutaler Polizeigewalt“ gezeigt. Doch die Realität sah anders aus. Bei den Gezi-Protesten fiel auf, dass Fahnen von Terrororganisationen zusammen mit linksextremistischen Gruppen und Atatürk-Fahnen Seite an Seite geschwenkt wurden. Durch Beleidigungen und Schmähungen verdeutlichten die Protestierenden, dass es ihnen an zivilisiertem Verhalten und sachlichen Argumenten fehlte. Unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit zerstörten die Demonstranten „öffentliches Eigentum“(zahlreiche Verkehrsmittel) und übten Gewalt gegen Polizisten aus.
Ich möchte hier betonen, dass wir nichts gegen Versammlungsfreiheit haben. Doch wenn man protestiert, dann nach den Regeln. Man kann nicht gegen Gesetz und Ordnung handeln.
Die Minderheit muss sich der Mehrheit beugen. Das ist auch Demokratie. Damit meine ich nicht, dass die Mehrheit die Minderheit unterdrücken darf/kann. Ebenso darf die Minderheit, der Mehrheit nicht ihre eigene Meinung aufdrücken. Letzteres versuchen sie nämlich in der Türkei.
Gestern waren es die Gezi-Proteste, heute sind es geheime Zellen im Staat. Wer Erdogan nicht in den Urnen besiegen kann, greift zu kriminellen Methoden.

Putschversuch in der Korruptionsaffäre
Die Türkei ist mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Am 17. Dezember 2013 wurden Verdächtige festgenommen, darunter auch Söhne von Ministern.
Die Korruptionsvorwürfe belegen die geheimen parallelen Gefüge im Staat. Das Ziel des „tiefen Staates“(Derin Devlet) war es, durch Verleumdung – und Schmähkampagnen, die türkische  Regierung zu schwächen.(siehe dazu  Text:  „Putschvorbereitungen seit 2010“ )

Parallelen zwischen dem Gezi-Aufstand und den Korruptionsvorwürfen
Taksim-Plattform forderte:
1.)Baustopp für die dritte Brücke in Istanbul
2.)Baustopp für den dritten Flughafen in Istanbul
3.)Baustopp für WKW
4.)Baustopp für Kanal-Istanbul
Der Staatsanwalt nahm den:
1.)Bauunternehmer der dritten Brücke,
2.)Bauunternehmer des dritten Flughafens,
3.)Bauunternehmer der WKW
4.)Bauunternehmer von Kanal-Istanbul fest

Premierminister Erdogan erklärte die Operation als eine „globale Verschwörung gegen den Volkswillen“ und betonte, keine Macht außer dem Volk könne die türkische Regierung absetzen.
Mit der Operation sei gegen die Justiz verstoßen worden und ihr Ziel sei nicht die Aufdeckung von Korruption. Sie richte sich gegen Investitionen, die das Wachstum der Türkei fördern und seien ein Versuch die Souveränität der Türkei vom Volk der Justiz zu übertragen. Die Regierung habe dieses Unternehmen verhindert und werde auch weiterhin dafür sorgen, dass so etwas nicht vorkommt.
„In der Türkei werde eine Regierung an den Urnen gewählt und auch abgewählt. Nur der Wille des Volkes könne die Regierung absetzen“, so Erdogan.
Der Korruptionsskandal ist eine ausländische Verschwörung, die türkische Regierung zu schwächen. Diejenigen, die behaupten, dass es keine Verschwörung aus dem Ausland gegen die Türkei sei, übersehen anscheinend die einseitige Berichterstattung gegen Erdogan.
Die Wunschvorstellung der Medien und der Finanzoligarchie ist es – Erdogan vom Amt zu drängen und somit seine Kandidatur zum Staatspräsidenten verhindern. Doch das türkische Volk steht hinter dem Premierminister und das wird sich bei den Wahlen nochmal bestätigen. Die Medien sind realitätsfern, denn Erdogan greift nicht die Justiz des Landes an, sondern entfernt korrupte Leute vom Dienst, weil sie ihren Beruf für illegale Machenschaften missbrauchen.
Auch Staatspräsident Abdullah Gül stärkte den Rücken von Erdogan und betonte, dass die türkische Regierung den „parallelen Staat“ und ihre illegalen Machenschaften nicht tolerieren wird.

Warum steht die Türkei im Visier der Finanzoligarchie?
Eine entscheidende Rolle spielt die Unabhängigkeit von IWF(Internationaler Währungsfonds)
Die Türkei hat die IWF-Kredite im April letzten Jahres vollständig zurückbezahlt. Damit hat die Türkei keine Schulden mehr – zum ersten Mal seit 52 Jahren! 2002 hatte das Land Schulden in Höhe von 16 Milliarden US-$. Heute zählt das Land zu den G20 Staaten, den größten Volkswirtschaften der Welt. Die ehemals schwache Türkei steigt zu einer wirtschaftlichen Macht in der gesamten Region auf.
Durch  illegale Machenschaften („Operationen“)  möchte man versuchen, die Türkei, die in den letzten Jahren wirtschaftlich stärker wurde, zu schwächen. Die Finanzoligarchie möchte die Türkei wieder durch eine Schuldknechtschaft unter seine Kontrolle bringen und somit ihre Unabhängigkeit verhindern.
Die Türkei hat ihre demokratische Prüfung am 03.11.2002 hinter sich gebracht. Die Mehrheit des Volkes hat  für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität gestimmt.
Somit hat das das türkische Volk  im Jahre 2002 einen enormen politischen Wechsel in der türkischen Geschichte herbeigeführt. Das spiegelt ihre  Volkssouveränität, ihr Selbstbestimmungsrecht und die Demokratie wider.



S.S.

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