Hakan Fidan - Ein Schlag gegen die Finanzmächte!

R. T. Erdogan und Geheimdienstchef Hakan Fidan


„Er ist mein Geheimnisträger. Er ist der Geheimnisträger des Staates", beschrieb Erdogan seinen Geheimdienstchef 2012 vor Journalisten.

Wer ist Hakan Fidan?

Hakan Fidan machte seinen Bachelor-Abschluss in Regierungswissenschaften an der University of Maryland und promovierte in Politikwissenschaften an Ankaras Elite-Universität Bilkent. 2003 wurde er zum Chef der Internationalen Entwicklungsbehörde in der Türkei berufen, 2007 war er Ministerpräsident Erdogans Berater für Außenpolitik. Seit 2010 ist er der Geheimdienstchef der Türkei.
Hakan Fidans Aufstieg an der Seite Erdogans sorge in Washington und Israel für Besorgnis. Beamte sagten, es sei klar, dass Hakan Fidan kein „Feind des Irans“ sei. Das Verhältnis zwischen türkischen und US-Diensten ist ohnehin durch Misstrauen geprägt. Die CIA spioniere die Türkei aus und der MIT gehe mit einer Abwehrkampagne gegen die US-Spionage vor.
„Hakan Fidan ist das Gesicht des neuen Nahen Ostens", erklärt James Jeffrey, der erst kürzlich als US-Botschafter in der Türkei  tätig gewesen war. „Wir müssen mit ihm zusammen arbeiten", sagt er. „Wir sollten aber nicht davon ausgehen, dass er sofort zu einem Freund der USA wird. Das ist er sicherlich nicht".
Fidan sorgte  für Verunsicherung bei den Verbündeten der Türkei, weil er angeblich sensible Geheimdienstinformationen der USA und Israel an den Iran weitergab. Man nennt ihn „die Nummer zwei in der Türkei“.
 „Er ist viel mächtiger als jeder Minister und viel mächtiger als Präsident Abdullah Gül“, sagen türkische Journalisten.

Warum löste Hakan Fidan das Unbehagen der Finanzoligarchie aus?

Hakan Fidan hat geschützte Geheimdokumente im Besitz, welche die illegalen Machenschaften der Finanzlobbyisten in der Türkei  aufdeckt. Über diejenigen, die die Macht der PKK in der Türkei stärken wollen, die den Kurden-Ausgleich verhindern wollen und somit den Frieden in der Türkei nicht begrüßen.
Die Geheimdokumente decken außerdem die Genealogie der Finanzlobbyisten in der Türkei aus, derer die in der Vergangenheit im Dolmabahce-Palast regiert haben.


Die Gülen-Gemeinde als internationaler Akteur

Der Streit zwischen der Gülen-Gemeinde und der türkischen Regierung hat sich primär an der Kurdenfrage entzündet.
Bei der Umsetzung der türkischen Innenpolitik mit dem Ausgleich der Kurden (Cözüm Süreci) ist Fidan die wichtigste Figur in der  Umsetzung der Politik. Er setzt Strategien um, die den Interessen der Barone  nicht selten widersprechen.
Im Jahre 2011 drangen Informationen über Verhandlungen, die der MIT mit der Union der Gemeinschaften Kurdistan (KCK) zuvor geführt hatte, an die Öffentlichkeit.
Somit luden am 7.Februar 2012 Staatsanwälte (welche der Gülen-Gemeinde nahestehen) der Istanbuler Sondergerichte Hakan Fidan zur Vernehmung vor. Er sollte sich zu vielen Vorwürfen rechtfertigen. Einige von diesen Vorwürfen waren:
„Geheimnisverrat an die KCK“, Kooperation mit der KCK für die Gründung eines Kurdenstaates“ und „Kurierdienste für die Organisation“.

Weshalb war Fidan im Visier?

Die Gülen-Gemeinde kritisiert die türkische Innenpolitik, denn sie will keinen Ausgleich mit den Kurden und lehnt die  Zusammenarbeit mit den Kurden strikt ab.

Diese konfrontative Haltung der Gülen-Gemeinde gegenüber der türkischen Regierung ist nicht überraschend, denn es hat sich herausgestellt, dass die Gülen-Gemeinde schon seit Jahren  mit den Lobbyisten kooperiert hat.
Das Ziel war es, Hakan Fidan festzunehmen und mit einer Art von Schockstrategie, die AKP-Regierung zu schwächen, um  Erdogan aus dem Amt drängen zu können.


Doch: Die „internationale Koalition“ gegen Ankara hat keine Chance!

Ergün Diler


S.S.

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