Der Imam und die Bank





Als „Gandhi des Islams inszeniert sich der Prediger Fethullah Gülen, weltweit ist seine Gemeinde präsent. Es gibt keine genaueren Angaben über seine Anhänger. Er repräsentiere einen „modernen Islam“. Doch wer ist Fethullah Gülen?

Am Montag, den 13.01.2013 wurden im Internet vier Aufnahmen zwischen Gülen und seinen Gefolgsleuten veröffentlicht. In seinen Gesprächen gibt Fethullah Gülen Instruktionen an seine Gefolgsleute. Die Gesprächsaufnahmen sind vom 14.10.13.
Das erste Gespräch handelt von den Steuerprüfungen gegen Mustafa Koc, dem Inhaber der Koc Holding. (siehe dazu Text:“Das wahre Gesicht der Koc Holding“)
Angesprochen auf die Steuerprüfungen sagt Gülen: „Sie können nichts gegen Mustafa Koc machen. Sorgt dafür, dass „der große Chef“ von unseren Kontakten nichts erfährt“.
Mit dem „großen Chef“ ist Ministerpräsident Erdogan gemeint.
Mustafa Koc und seine Holding sind eine der größten Unterstützer von Fethullah Gülen. Demnach  ist bekannt, dass die Koc Holding die „Türkce Olimpiyatlari“ dt. Türkisch-Olympiaden, die bilingualen Sprachwettbewerbe von der Gülen-Gemeinde  finanziell unterstützt.
Weiter geht es im Gespräch darum, dass falls Koc Probleme bekommen sollte, so Gülen, solle man ihm Bescheid geben. „Wir werden dafür sorgen, dass Koc nichts passiert“, betont er.
Das zweite Gespräch handelt von der Bank Asya –  eines der stärksten Finanzinstitute im Besitz der Gülen-Gemeinde. Da die Turkish Airlines  ihre Gelder von der Bank Asya abgezogen hatte, sodass die Existenz der Bank in Gefahr war, gab Gülen Anweisungen, dass man zehn Geschäftsleute finden solle, welche eine  Summe von 300 Millionen Euro an die Bank transferieren sollten, damit sich die wirtschaftliche Lage der Bank stabilisiert.
Durch diese Gespräche wird deutlich, dass es sich bei der Gülen-Gemeinde nicht nur um eine religiöse Gemeinde handelt. Bisher äußerte sich die Gülen-Gemeinde noch nicht über ihre veröffentlichten Telefongespräche zwischen Fethullah Gülen und seinen Anhängern.
Gülen selbst lebt in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. 1999 ist er aus der Türkei geflohen. Seine Anhänger unterhalten Schulen, Medienhäuser, Kliniken und eine Bank in 140 Ländern.
Seit Jahren inszeniert sich die Gemeinde des muslimischen Predigers Fethullah Gülen als lose Initiative, interessiert an Bildung und dem Weltfrieden. Doch es ist erkennbar, dass es bei der Gülen-Gemeinde um die Demonstration und Etablierung eines „Überlegenheitsanspruchs“ – um  Einfluss, Macht und um Geld geht. Gülen’s Ideologie ist dabei nur Mittel zum Zweck. Die Realität sieht dabei anders aus, denn die Gülen- Gemeinde verfolgt eine politische Agenda und hat die Polizei und die Justiz in der Türkei unterwandert.
Sie agieren als internationaler Akteur gegen die türkische Regierung. Die Loyalität der Gülen-Anhänger  gilt  nicht der türkischen Regierung oder dem Rechtstaat.  Sie gilt nur Gülen. Die veröffentlichten Gespräche belegen diese Behauptung, denn Gülen befiehlt und seine Anhänger gehorchen.
Folgt dem Geld, dann findet ihr all die Gauner, die heute an der Macht sitzen.


S.S.

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