Putschvorbereitungen seit 2010 - verhindert!

Fethullah Gülen
"Wenn es sein muss, müsst ihr Richter und Anwälte bestechen."

Aus dem Geheimdienstbericht, der dem Premierminister Erdogan vorgelegt wurde, gehen das parallele Gefüge im Staat und seine Pläne hervor. Hätte man die politisch motivierte Operation nicht verhindert, hätte man ab dem 25. Dezember mit einer groß angelegten Verleumdungs- und Schmähkampagne gegen Erdogan und seine Regierung begonnen.

Die Kodes des parallelen Gefüges im Staat und der am 17. Dezember angegangene Putschversuch werden nacheinander gelöst. Im Geheimdienstbericht ist von der organisierten Unterwanderung in Justiz und Polizeipräsidium die Rede und von einem Großeinsatz, der 42 Städte umfasst, unter anderem Izmir, Kayseri, Isparta, Gaziantep, Sanliurfa und der am 25. Dezember gestartet werden sollte.

Der Staatsanwalt Muammar Akkas, der viele Fälle nicht aufklären konnte und mit seinen Schritten keine Gerechtigkeit suchte;
-         Attentat an den türkischen Unternehmer Özdemir Sabanci 1996 (nicht aufgeklärt)
-         Attentat an den armenischen Schriftsteller und Journalisten Hrant Dink 2007 (nicht aufgeklärt)
-         Er wollte den Geheimdienstchef Hakan Fidan, den Israel nicht dulden kann, verhaften lassen
-         Er wollte das Haus von Erdogan durchsuchen lassen
-         Er ließ die Bauunternehmer der 3. Brücke, des 3. Flughafens und des Kanal Istanbuls verhaften (gerade die Projekte, die der Westen nicht verwirklicht sehen möchte)

… wollte bei der zweiten Welle der politischen Operation viele Bürgermeister der Regierungspartei, Unternehmer, viele Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer, die an den Projekten zur Verwirklichung der von Erdogan propagierten ‚Vision 2023‘ teilnehmen und wichtige Personen aus kurdischen Stämmen verhaften lassen.

Diese Pläne wurden seit 2010 geschmiedet. Um diesen Personen so nah wie möglich zu sein, wurden ihnen zum „Schutz gegen mögliche Attentate“ Bodyguards zugestellt, die für den Staat im Staate arbeiteten. Sehr raffiniert muss man zugeben!
Auf diesem Wege wurden 150 Bürgermeistern der AKP Bodyguards zugewiesen. Durch die Bodyguards wurden sogar die privaten politischen Gespräche der Bürgermeister festgehalten und für spätere Missionen in einem sogenannten ‚Becken‘ aufbewahrt.
Diese ‚Becken‘ wurden in ihren Niederlassungen in 27 Städten archiviert und nicht im Nachrichtendienst der Polizei. In diesem Großeinsatz sollten nicht nur Korruption und Bestechungen vorgeworfen werden, sondern auch angebliche Schmähkampagnen.
Die in den ‚Becken‘ gesammelten Daten wurden bei Ausschreibungen als Erpressungsmittel benutzt.

Außerdem im illegalen Gefüge:
2000 ranghohe Polizisten, hunderte Anwälte/Richter, Bürokraten, Banker, Akademiker und Journalisten. Eine Gruppe im Hohen Richter- und Staatsanwälterat (türk. HSYK) unterstützte die Gruppe in der Judikative.

Nach der Geheimdienst-Krise (MIT) am 7. Februar 2012 haben viele Staatsanwälte und Polizeipräsidenten auf Anweisung des parallelen Staates mit diesem politischen Großeinsatz begonnen, dessen Machenschaften in naher Zukunft nacheinander aufgedeckt und durchkreuzt werden.


Turgay A.

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