MOSSADs Einfluss sinkt



Reuven Shiloah kam 1946 auf Befehl des Gründers von Israel David Ben-Gurion nach Istanbul. 
Er wohnte im berühmten Misir Appartement, wo auch der Grundstein des israelischen Geheimdienstes MOSSAD gelegt wurde. Am 18. September 1947 wurde sie gegründet. 
Sie sollte lediglich für den äußeren Nachrichtendienst arbeiten, für die inneren Angelegenheiten wurde die Shin-Bat Vereinigung beauftragt.

Die Türkei hat als einer der ersten Staaten die Existenz Israels anerkannt. Es wird behauptet, dass sich der damalige türk. Ministerpräsident Ismet Inönü, der Atatürk sehr nahe stand, kurz nach der Gründung MOSSADs mit israelischen Bürokraten getroffen habe. Inwiefern diese Behauptung stimmt und wie der Inhalt des Treffens gewesen war, kann mit keinem authentischen Dokument bestätigt werden.

"Die Türkei und Israel haben im geheimen Nachrichtendienst und für die gegenseitige Sicherheit immer kooperiert", so der israelische Professor Benjamin Beit-Hallahmi von der Haifa Universität/Israel.
1958 wurde ein Vertrag zwischen Türkei-Israel-USA unterzeichnet, in dem festgelegt wurde, dass eine Basis für MOSSAD in der Türkei errichtet werde sollte - mit dem Namen "Nichtrostender Eisen".
In dieser Basis wurden auch einige Agenten vom Türkischen Geheimdienst MIT von den Israelis ausgebildet.

Der erste türkische Ministerpräsident, der sich mit der MOSSAD traf war Ismet Inönü in Paris 1964. Seine Gesprächspartner waren der israelische Ministerpräsident Levi Eskol und der Geheimdienstchef Meir Amit.

In einer Zeit, in der auf Zypern Türken massakriert wurden, kann keiner sagen, was an diesem Treffen besprochen wurde.

Nach gut 30 Jahren am 14. November 1993 besuchte der türk. Außenminister Hikmet Çetin den späteren Premier Simon Peres und unterzeichnete mit ihm mehrere Beschlüsse. Darunter die enge 12 Artikel lange Kooperation zwischen MIT und MOSSAD. 

Durch diesen Vertrag wurde die Arbeit MOSSADs in Syrien und im Iran erleichtert und in der türkischen Stadt Konya ein Fluglandeplatz für israelische Kampfflugzeuge gewährt.

Ein Jahr nach diesem Vertrag setzte sich die türk. Ministerpräsidentin Tansu Çiller an den Tisch, wo die Kooperation der beiden Geheimdienste wieder verstärkt wurden. 

Seitdem der türkische Geheimdienstchef Hakan Fidan ist, seit dem Vorfall der Hilfsflotte 'Mavi Marmara' sind die türkisch-israelischen Beziehungen gespannter wie noch nie zuvor.
Einen Geheimdienst, der sich nicht mehr unter dem Deckmantel der Kooperation einem anderen Geheimdienst unterwirft, kann Israel nicht akzeptieren.
Israel weiß zu gut, dass ohne die 'Kooperation' die Kontrolle über die Türkei nicht möglich ist.
Mitte 2012 hatte MOSSAD versucht, in Istanbul, Iğdır, Van, Osmaniye und Konya Personen als Spione für sich zu gewinnen, doch MIT hat nicht geschlafen. Die Zeit der käuflichen Kollaborateure ist vorbei, zumindest die der hohen Funktionäre!

Wenn jeder Staat dieser Erde die nationalen Interessen als primäre Ziele setzt und theoretisch setzen darf, warum dürfte es die Türkei nicht?! 
Warum die Türkei in ihrer Region immer stärker wird, kann man unter anderem damit erklären, dass sie auch die anderen islamischen Länder unterstützt und nicht wie viele andere Nationen nur nationale Interessen verfolgt.


Turgay A.

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